Wadephul fordert vor Amerikareise festen Schulterschluss in der Nato

Vor seiner Abreise in die Vereinigten Staaten und nach Südamerika betont der CDU-Politiker Johann Wadephul, wie zentral ein starker Zusammenhalt der Nato für Europas Sicherheit ist. Die aktuellen globalen Verwerfungen lassen aus seiner Sicht keinen Zweifel: Ohne feste Partner bleibt kaum Spielraum für nationale Alleingänge.

heute 08:25 Uhr | 3 mal gelesen

Wadephul, unübersehbar mit wehendem Jackett auf dem Weg zum Flughafen, unterstreicht: "Die USA - das muss man wirklich immer wiederholen - sind nach wie vor unser stärkster Verbündeter außerhalb Europas." Er sieht die transatlantische Allianz nicht als Dekoration im Schaufenster der Weltpolitik, sondern als Fundament für Sicherheit. Die Verteidigung der Freiheit – für ihn mehr als eine Phrase. Seine Überzeugung: Die Entschlossenheit innerhalb der Nato wirkt abschreckend auf Moskaus Ambitionen. Deshalb, so Wadephul, riskiert Russland bislang keinen Angriff auf ein Mitgliedsland. Spannend ist, dass Wadephul bei seinem Besuch mit dem US-Amtskollegen Marco Rubio nach Wegen suchen will, wie beim in Ankara anstehenden Nato-Gipfel nicht nur symbolisch das Bündnis gestärkt werden kann – sondern eben konkret: neue Verteilungsregeln für die Lasten, gesicherte, nachhaltige Unterstützung für die Ukraine. Eine Unterstützung, die – so seine Hoffnung – Moskau klar macht: Es führt kein Weg vorbei am Verhandlungstisch. "Die Ukraine wäre längst bereit, Frieden zu schließen", betont Wadephul. Vielleicht klingt das ein wenig optimistisch, aber zumindest schwingt der Wunsch nach einer greifbaren Perspektive auf ein Ende des Krieges mit. Ein Nebensatz noch: Die zwischen den Zeilen hervorblitzenden Zweifel, dass es ohne Druck zu ernsthaften Gesprächen kommt, kann Wadephul kaum ganz verbergen.

Wadephul, CDU-Politiker und Außenminister, betont kurz vor seiner Reise nach Amerika angesichts der aktuellen internationalen Krisen die Notwendigkeit eines geschlossenen Auftretens innerhalb der Nato. Er sieht die transatlantische Partnerschaft als elementar für die euro-atlantische Sicherheit, insbesondere angesichts der russischen Drohungen. Deutschland will beim bevorstehenden Nato-Gipfel in der Türkei gemeinsam mit den USA neue Formen der Lastenverteilung und eine verlässliche, dauerhafte Unterstützung für die Ukraine initiieren. Laut aktuellen Nachrichtenquellen fordern mehrere europäische Politiker einen Ausbau der militärischen Zusammenarbeit innerhalb der Nato, um auf Unsicherheiten infolge der US-Präsidentschaftswahlen und russischer Aggressionen besser zu reagieren. In amerikanischen Medien wird betont, dass die US-Politik auf eine stärkere Lastenverteilung drängt und zugleich auf keinen Fall bereit ist, die Unterstützung für die Ukraine komplett auszusetzen. Ukrainische Diplomaten wiederum plädieren für eine noch festere Anbindung an das Bündnis und fordern perspektivisch einen Beitritt, während sie die Gesprächsbereitschaft bekräftigen. Österreichische und französische Medien betonen in den letzten Tagen besonders die hohe Bedeutung sicherheitspolitischer Geschlossenheit unter dem Eindruck der Flut an Krisen weltweit.

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