Die Aussaat im Spätsommer 2025 verlief größtenteils ohne größere Schwierigkeiten. Das Wetter hat – zumindest landesweit betrachtet – mitgespielt, sodass die Pflanzen den Winter überwiegend schadlos überstanden haben. Durch die anhaltend niedrigen Temperaturen ab Dezember konnten sich die Rapsbestände an die Kälte gewöhnen. In manchen Regionen gab es jedoch Ausreißer: Der Nordosten etwa hatte mit besonders frostigen Nächten zu kämpfen. Manche Felder blieben gänzlich ohne schützenden Schnee – und das hat lokale Schäden hinterlassen. Außerdem fiel der Winter recht trocken aus, was möglicherweise die Wasserversorgung für die weitere Entwicklung im Frühjahr knapper ausfallen lässt. Insgesamt betrachtet stehen die Rapspflanzen jedoch meist sattgrün und gesund da – ein durchaus optimistischer Anblick.
Deutschland spielt nach wie vor in der Liga der großen Rapsanbau-Nationen in der EU mit. In Europa werden ungefähr 5,8 Millionen Hektar Raps bestellt, während man hierzulande typischerweise zwischen 3,8 und 4,3 Millionen Tonnen pro Jahr einfahren kann.
"Dass sich die Anbaufläche über eine Million Hektar hält, sagt einiges über die Rolle von Raps in der Fruchtfolge aus", meint Stephan Arens (Geschäftsführer UFOP). "Raps bringt nicht nur ökonomische Vorteile, sondern ist auch aus agronomischer Sicht interessant."
Raps ist zudem so etwas wie eine Allzweckwaffe: Seine tiefreichenden Wurzeln lockern den Boden bis in tiefe Schichten auf, und gerade zur Blütezeit lockt er Schwärme von Insekten an. Sicher, es klingt beinahe kitschig – aber ein Rapsfeld ist auch ein kleines Paradies für Bienen & Co.
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Raps bleibt im deutschen Ackerbau auch 2026 eine stabile Größe. Gute Aussaatbedingungen und ein milder Verlauf des Winters sorgten für robuste Bestände, auch wenn trockene Böden und regionale Frostschäden, etwa im Nordosten, Herausforderungen mit sich bringen. Die Landwirtschaft steht weiterhin vor der Aufgabe, sich auf Wetterextreme und wechselnde Anbaubedingungen einzustellen – moderne Sortenversuche und optimierte Anbauverfahren spielen hierbei eine zunehmend relevante Rolle. Gleichzeitig wird Raps im Kontext der Biodiversität und nachhaltigen Landwirtschaft immer wichtiger: Er verbessert nicht nur die Bodenqualität durch seine tiefen Wurzeln, sondern bietet in der Blüte Insekten dringend benötigte Nahrung. Ein weiteres Detail: Rapsöl ist in Deutschland inzwischen so nachgefragt, dass die Preise stabil– wenn auch leicht unter Druck – geblieben sind. Nach Medienberichten gehen Expertinnen und Experten davon aus, dass die globale Bioökonomie und der Bedarf an nachhaltigen Rohstoffen die Nachfrage nach heimischem Raps auch in Zukunft stützen werden. Im internationalen Kontext gibt es jedoch Konkurrenzdruck durch Importe (z.B. aus Kanada), wobei deutsche Betriebe mittlerweile verstärkt auf Qualität und Nachhaltigkeit setzen.