Lidl erhält Fairtrade Preis 2026 für Engagement in fairer Schokolade

Bad Wimpfen – Lidl setzt einen wichtigen Impuls für die Supermarktlandschaft: Mit seiner Initiative „Living Income Tafelschokolade“ gewinnt der Discounter in der Kategorie „Unternehmen“ den Fairtrade Award 2026. Zum ersten Mal wird damit bei einem deutschen Händler das gesamte Sortiment an Eigenmarken-Tafelschokolade für mindestens fünf Jahre auf das von Fairtrade entwickelte Living Income-Programm umgestellt, um Kakaofarmer in Ghana und an der Elfenbeinküste eine verlässlichere Einkommensbasis zu ermöglichen.

heute 14:37 Uhr | 2 mal gelesen

"Mit dem Fairtrade Award 2026 fühlen wir uns bestärkt. Die Living Income Tafelschokolade gibt uns die Möglichkeit, nicht nur schöne Worte zu verlieren, sondern konkrete Verbesserungen für Kakaobauern vor Ort umzusetzen – ihnen bleibt am Ende eben mehr als ein symbolischer Händedruck. Auch wenn viele denken, faire Lieferketten und niedrige Preise schließen sich aus: Wir beweisen das Gegenteil. Entsprechend stolz macht uns diese Auszeichnung", so Christoph Graf, Chief Merchandising Officer von Lidl Dienstleistung GmbH & Co. KG.

Ein genauer Blick auf das Living Income-Konzept

Obwohl der Kakaopreis im Jahr 2024 an den Börsen phasenweise über 10.000 US-Dollar pro Tonne kletterte, leben erstaunlicherweise immer noch zwischen 30 und 60 Prozent der Kakaobauern im westlichen Afrika in extremer Armut. Eigentlich würde man meinen, höhere Preise kommen überall an – tun sie aber nicht, und die strukturellen Missstände bleiben bestehen.

Hier will Lidl systematisch gegensteuern: Zusätzlich zum Fairtrade-Mindestpreis, der Prämie und dem Living Income Reference Price (LIRP) steckt Lidl einen festen Betrag pro Tonne Kakao oben drauf. Dieses Extra fließt unmittelbar in Projekte zur Produktivitätssteigerung sowie in Möglichkeiten zur Einkommensdiversifikation der Erzeugerfamilien. Das Ganze ist eingebettet in das eigene Nachhaltigkeitsfeld „fair handeln“, bei dem Lidl Wert auf Menschenrechte und soziale Verantwortung in der Lieferkette legt. Getreu dem Motto: Gemeinsam mit den Partnern ist mehr zu schaffen.

Die Zusammenarbeit mit Fairtrade besteht seit über zwei Jahrzehnten, berichtet Christoph Pohl, Chief Merchandising Officer der Lidl Stiftung & Co. KG: „Wir arbeiten Hand in Hand, um nachhaltige Produkte zum Massenphänomen zu machen. Reichweite ist Wirkung – und das Thema Fairness keineswegs elitär.“

Ab August 2026 greift das Programm für alle Tafelschokoladen der Marken „Fin Carré“, „J.D. Gross“ sowie „Vemondo“. Die Mindestlaufzeit von fünf Jahren schafft Sicherheit, unabhängig davon, ob der Weltmarkt verrücktspielt. Interessant: Die Kosten fängt Lidl selbst ab, an der Kasse ändert sich für die Kundschaft nichts. Um auch tatsächlich Fortschritte sichtbar zu machen, gibt es mit Fairtrade regelmäßige Wirkungsprüfungen („Baseline Assessments“).

Was ist der Fairtrade Award eigentlich?

Der Fairtrade Award wird bereits zum zehnten Mal vergeben: Neben Unternehmen erhalten auch Initiativen und Persönlichkeiten aus der Zivilgesellschaft die Ehrung, wenn sie sich nachhaltig und messbar für den fairen Handel einsetzen. Insgesamt wird in sechs Kategorien und einem Publikumspreis ausgezeichnet.

Mehr Informationen zur Living Income Tafelschokolade gibt es hier.

Hintergründe zu Lidl und Fairtrade: www.lidl.de/fairtrade.

Weitere Unternehmensinfos: hier.

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Nach intensiver Recherche zeichnet sich ab: Lidl hebt sich mit seinem Living Income Tafelschokolade-Programm deutlich von anderen Discountern ab. Im Zuge steil steigender Kakaopreise sorgt der Händler dafür, dass die zusätzlichen Erträge tatsächlich bei den Produzenten in Afrika ankommen und nicht in der Lieferkette versickern – ein Schritt, der immer noch zu selten ist. In Kooperation mit Fairtrade will Lidl zeigen, dass nachhaltige Produkte ohne Preisaufschlag für die Verbraucher möglich sind, und sendet damit einen Impuls in die gesamte Branche. Darüber hinaus wurde deutlich, dass ähnliche Konzepte international bislang nur in kleinerem Rahmen existieren; die fünfjährige Festlegung auf faire Standards ist in ihrer Tragweite bemerkenswert. Aus aktuellen Presseberichten geht hervor, dass auch andere Handelsketten inzwischen nachziehen – getrieben von wachsendem öffentlichen Druck und veränderten Konsumschwerpunkten vieler Kunden. Insgesamt wird das Thema Lieferkettenfairness, gerade angesichts der Entwicklungen auf dem Weltmarkt, von Experten und NGOs als immens bedeutend und zukunftsweisend eingeschätzt. Außerdem gibt es Bestrebungen, die Transparenz in der Lieferkette durch Digitalisierung und Blockchain-Lösungen weiter zu erhöhen.

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