Pantisano gab am Montag zu, seine kürzliche Behauptung, zwischen CDU und AfD bestünden aktuell kaum politische Unterschiede, sei zu holzschnittartig und schlichtweg nicht korrekt gewesen. Offen gestand er: 'Ich bitte vor allem diejenigen in der CDU um Entschuldigung, die sich immer wieder und deutlich für eine Trennlinie zur AfD einsetzen.' Dennoch räumte er ein – und das klingt fast wie ein Widerspruch –, dass seine grundsätzliche Skepsis gegenüber dem Rechtsruck der Union weiterhin bestehe. Der Politiker äußerte sich zudem besorgt über mögliche Annäherungstendenzen zwischen CDU und AfD: 'Das bereitet mir schlicht Unruhe.' Am vergangenen Wochenende hatte Pantisano auf dem Parteitag seiner Partei mit seinen scharfen Worten für ziemliches Getuschel gesorgt. Mit gerade einmal 53 Prozent der Stimmen schnappte er sich den Posten, wobei nicht ganz klar ist, ob gerade seine umstrittenen Aussagen Einfluss auf das Ergebnis hatten oder andere Faktoren ins Spiel kamen. Manchmal reicht schon ein einziger Satz, um die Diskussion umzulenken – oder auch nicht.
Pantisano entschuldigte sich für seinen Vergleich von CDU und AfD, den er als überspitzt und falsch einstuft. Trotz seiner Entschuldigung bleibt er bei seiner Warnung vor einem politischen Rechtsruck und einem gefährlichen Annähern beider Parteien. Hintergrund ist ein stürmisch debattierter Parteitag der Linken, der ihn am Ende mit schwachem Rückhalt zum Vorsitzenden machte.
In aktuellen Medienkommentaren wird kritisch darauf hingewiesen, wie angespannt politische Diskurse in Deutschland sind und wie sehr sich die Parteienlandschaft durch solche Äußerungen verschiebt. Während Pantisano an der Spitze der Linken einen Neuanfang versucht, distanzieren sich Union und AfD weiterhin klar voneinander, wie mehrere Stimmen aus der CDU betonten. Zugleich berichten verschiedene Quellen, dass sich innerparteiliche und öffentliche Fronten verhärten, während die Bevölkerung auf eine konstruktivere Debattenkultur hofft.