Immer lauter wird der Ruf nach einem Wahlrecht, das Gleichheit zur Pflicht macht, besonders inmitten der SPD-Fraktion. Zwar gibt es unterschiedliche Vorstellungen über den Weg dahin, aber die Kernaussage bleibt: Ohne Paritätsgesetz bleibt das Parlament männerlastig. Während Gegner mit verfassungsrechtlichen Bedenken argumentieren, verweisen Befürworter darauf, dass Frankreich und andere europäische Länder mit Paritätsgesetzen bereits aufzeigen, wie mehr Gerechtigkeit im politischen System funktionieren kann. Aktuelle Debatten in Medien und Gesellschaft verdeutlichen, dass die repräsentative Demokratie in Deutschland Defizite bei der Geschlechtervielfalt aufweist. Die SPD bringt sich hier klar in Stellung, aber auch andere Parteien und Initiativen – etwa die Initiative 'Parität Jetzt' – haben an Fahrt gewonnen. Laut Recherchen auf taz.de, faz.net und zeit.de betonen Jurist:innen und Politikwissenschaftler, dass ein entsprechendes Gesetz umsetzbar wäre, solange es dem Prinzip der Wahlfreiheit und der Chancengleichheit Rechnung trägt. Nicht nur aus Gleichstellungsgründen, sondern auch, weil gemischte Parlamente sachlich bessere Entscheidungen ermöglichen, fordern immer mehr Stimmen konkrete gesetzliche Regelungen. Um in Richtung Parität Fortschritte zu machen, reichen Appelle offenbar nicht – es braucht verbindliche Mechanismen.
heute 11:45 Uhr