Luftrettung in Dortmund: Besatzung für Wasserrettungseinsätze fit gemacht

Gerade rechtzeitig zur beginnenden Freibadsaison gehören nun professionelle Wasserrettungseinsätze a la Hubschrauber und Winde zum festen Repertoire der DRF Luftrettung in Dortmund. Der frisch abgeschlossene Trainingsmarathon am Silbersee II – inklusive realistischer Wasserrettungsübungen mit Höhenrettungs-Feuerwehrleuten und DLRG-Unterstützung – sorgt dafür, dass im Notfall die Crew nicht ins Schwimmen kommt.

heute 15:10 Uhr | 4 mal gelesen

Der Ablauf der Übung klingt wie aus einem spannenden Rettungsroman: Vermisste Person auf dem See, Anflug des Helis, Einsatz der Rettungswinde, ein Schwimmer wird ins Wasser gelassen, das Opfer mit der Schlinge herausgeholt, am Ufer abgesetzt und – puh – wieder festen Boden unter den Füßen. Organisatorisch ging da ohne die DLRG nichts, sie waren mit zwei Booten für Sicherung und Logistik im Dauereinsatz. Hausgemacht wurde auch der Umgang mit einem neuen Hilfsmittel eingeübt: dem "Restube" – eine Art Rettungsboje, die aus der Luft punktgenau zur ertrinkenden Person geworfen werden kann und sofort Auftrieb verschafft. Ab sofort ist die Dortmunder Hubschraubercrew fit für Notfälle auf Flüssen und Seen – auch für Sportler fernab des Ufers oder für größere Unglückslagen. Apropos Training: Die Wasserrettungsübung war der krönende Abschluss eines mehrtägigen Frühjahrskurses, bei dem man schon an Freitag und Samstag rund um Borkenberge verschiedenste Einsatzlagen mit der Rettungswinde trainierte – zum Beispiel den Abtransport aus dichten Wäldern, engen Hinterhöfen oder komplizierten Unfallstellen. Pilot Georg Hein verdeutlicht: Die Winch-Einsätze sind absolute Teamarbeit, Sitzplatz-wechseln im Cockpit ist da keine Option. Und weil der Dortmunder Christoph Dortmund der einzige windenfähige Notarzt-Hubschrauber in NRW ist, ist dieses Know-how besonders kostbar. Das bewährte Zusammenspiel zahlreicher Einsatzkräfte – Feuerwehr, Polizei, Bergwacht, THW, DLRG und der LSV Dülmen – sei der Grund, warum das Training so glatt über die Rampe ging. Die Crew fühlt sich gerüstet für den hoffentlich nie eintretenden Ernstfall. Naja, und Wissensvermittlung gehört auch dazu: Wer mehr über die Dortmunder Station oder generell die Arbeit der DRF Luftrettung wissen oder unterstützen möchte, findet alles Wichtige online. Die DRF Luftrettung operiert als eine der größten Luftrettungsorganisationen Europas mit 35.850 Einsätzen im Jahr 2024 – eigene Hubschrauber mit Winde gibt es an fünf Stationen. Für ihren Rettungsauftrag braucht die gemeinnützige Organisation auch finanzielle Unterstützung – Fördermitglieder sind willkommen.

Die DRF Luftrettung in Dortmund hat ihr Frühjahrstraining mit Fokus auf Wasserrettung erfolgreich abgeschlossen und ist jetzt bestens für die kommende Wasser- und Badesaison gerüstet. Zentral war dabei das Training am Silbersee II, bei dem realistische Wasserrettungsszenarien gemeinsam mit Feuerwehr, DLRG und weiteren Partnern geübt wurden – inklusive Einsatz der Winde und der neuen Restube-Soforthilfe. Deutschlandweit hat sich die Hubschrauberrettung in den letzten Jahren technisiert und professionalisiert: Inzwischen werden in NRW viele Rettungseinsätze über Wasser mit Spezialtechnik wie Rettungswinden und modernen Schwimmhilfen durchgeführt, wie auch aktuelle Zwischenfälle auf Kanälen und Badeseen im Frühjahr 2024 gezeigt haben. Die Bedeutung dieser Technik wird angesichts mehr extremer Wetterereignisse und steigender Freizeitaktivitäten an Gewässern in der Öffentlichkeit zunehmend erkannt, weshalb auch Medien wie die Zeit, Spiegel und Lokalzeitungen über ähnliche Trainings und Einsätze berichten.

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