Magdalena Schrefel mit 3sat-Preis bei den 50. Tagen der deutschsprachigen Literatur ausgezeichnet

Mainz – Am Sonntag, den 28. Juni 2026, wurde die österreichische Autorin Magdalena Schrefel mit dem 3sat-Preis geehrt. Für ihren bewegenden Text „Kirschen, Herz mit Verband“ erhielt sie im Rahmen der 50. Tage der deutschsprachigen Literatur in Klagenfurt die mit 7.500 Euro dotierte Auszeichnung. Passend dazu feierte der Bachmann-Preis in diesem Jahr ein doppeltes Jubiläum: 50. Vergabe und der 100. Geburtstag von Ingeborg Bachmann.

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Magdalena Schrefels Text taucht ohne Umschweife in die existenzielle Situation einer Frau um die vierzig ein, bei der Brustkrebs diagnostiziert wird – kein leichter Stoff, und gerade deshalb so ehrlich und schonungslos, dass man fast körperlich mitfühlt. Die Schweizer Jurorin Laura de Weck lobte: „Schrefel verleiht mit unfassbar präziser Sprache und poetischer Beobachtung einer scheinbar alltäglichen Katastrophe eine neue Stimme.“ Ihre Protagonistin suche nicht, sondern taste sich von Satz zu Satz voran, als müsse jedes Wort erst erfunden werden. Schrefel, 1984 in Korneuburg geboren, hat längere Etappen in Vukovar und Göteborg hinter sich gebracht und in Wien Europäische Ethnologie sowie am Deutschen Literaturinstitut Leipzig studiert. Ihr literarisches Repertoire reicht von Bühnenstücken bis zu Hörspielen und sie lebt mittlerweile in Berlin. Der traditionsreiche Wettbewerb in Klagenfurt, der diesmal von 24. bis 28. Juni stattfand, vereinte 14 Autorinnen und Autoren aus dem deutschsprachigen Raum. Der Ingeborg-Bachmann-Preis ging übrigens an Lena Schätte und ihren Text „Was wir tragen“. (Presse- und Fotokontakt über das ZDF, Details in der offiziellen 3sat-Pressestelle.)

Magdalena Schrefel wurde bei den 50. Tagen der deutschsprachigen Literatur für ihren bewegenden Text „Kirschen, Herz mit Verband“ mit dem renommierten 3sat-Preis ausgezeichnet. Die Autorin überzeugt mit ungefilterter sprachlicher Präzision und poetischer Kraft, indem sie die tiefe Verunsicherung und neue Wahrnehmung nach einer Krebsdiagnose in Worte fasst. Bemerkenswert ist, dass dieses Jahr ein Jubiläum gefeiert wurde – der 50. Bachmann-Preis sowie der 100. Geburtstag seiner Namensgeberin Ingeborg Bachmann –, was dem Preis zusätzliche Strahlkraft verlieh. Die Jury hob hervor, mit welcher Konsequenz Schrefel das Unaussprechliche fassbar mache. Darüber hinaus gewann Lena Schätte den Hauptpreis. Zusätzlich zum Wettbewerb war in den Feuilletons die Debatte zu spüren, wie Literatur unpopuläre Krankheitserfahrungen und gesellschaftliche Tabus literarisch aufarbeitet – Schrefels Ansatz wurde dort überwiegend als innovativ und produktiv für die deutschsprachige Gegenwartsliteratur gewürdigt. Laut aktueller Pressestimmen (z. B. FAZ, Zeit) wuchs das öffentliche Interesse an Formaten, die Tabuthemen näher an die gesellschaftliche Debatte heranführen.

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