Besonders auffällig ist der Anstieg beim Kokain: Während 2015 erst 1,2 Prozent damit Kontakt hatten, sind es 2025 schon mehr als das Dreifache – genauer 4,1 Prozent. Trotz dieser Entwicklung versucht Johannes Nießen, Chef des BIÖG, Gelassenheit zu demonstrieren: "Die allermeisten jungen Menschen probieren keine illegalen Stoffe", sagt er, räumt aber auch ein, dass gerade bei Kokain eine deutliche Veränderung im Konsumverhalten erkennbar sei.
Seit inzwischen über 50 Jahren liefert das BIÖG alle zwei Jahre die wichtigsten Daten zum Drogenkonsum junger Menschen. Diesmal wurden gut 7.000 Leute im Alter von 12 bis 25 befragt, zwischen April und Juli 2025. Übrigens: So eindeutig, wie die Zahlen scheinen, sind die Ursachen eigentlich nie – über die Gründe schweigt die Studie weitgehend.
Die jüngste BIÖG-Studie macht deutlich, dass der Drogenkonsum unter Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Deutschland ein neues Hoch erreicht. Dabei sind sowohl männliche als auch weibliche Befragte stärker als früher betroffen, vor allem in Bezug auf Kokain. Der rapide Anstieg des Kokainkonsums deutet nicht nur auf veränderte Gewohnheiten und Angebote hin, sondern wirft auch Fragen zu Ursachen auf – etwa gesellschaftliche Unsicherheiten, Leistungsdruck oder Trends aus der digitalen Welt. Weitere aktuelle Berichte in führenden deutschen Medien bestätigen diese Entwicklung und diskutieren zusätzliche Hintergründe, wie beispielsweise den starken Einfluss sozialer Medien, gestiegene psychische Belastungen oder die veränderten Möglichkeiten, Drogen im Netz zu beziehen. Viele Experten fordern mittlerweile intensivere Aufklärungsarbeit, psychosoziale Beratung und eine kritische Überprüfung drogenpolitischer Maßnahmen.