Überraschender könnte es kaum kommen: Gegen Mitbewerber aus Südkorea hat sich TKMS durchgesetzt – keine kleine Hausnummer in der Marinetechnik. Was das bedeutet? Der gesamte Auftragsbestand von TKMS wird auf einen Schlag um über die Hälfte wachsen. Das erste U-Boot wird voraussichtlich bis 2033 ausgeliefert, aber so richtig los geht es für Kanada erst 2035, wenn die Boote schließlich in Dienst gestellt werden sollen. Interessant ist, dass die Produktion nicht nur im altehrwürdigen Kiel stattfindet, sondern auch Wismar ein ordentliches Stück vom Kuchen abbekommt. Fest steht: Ein wirtschaftlicher Ruck geht durch Norddeutschland – man schätzt, dass 1.500 neue Jobs entstehen. Die U-Boote vom Typ 212CD sind übrigens ein Kooperationsprojekt mit Norwegen; diese 'Baugleichheit' senkt die Kosten und macht den Austausch unter Verbündeten fast schon kinderleicht, zumindest auf militärischer Ebene. Übrigens, die Bundesregierung hat da ordentlich mitgekocht - Verteidigungsminister Pistorius reiste mehrfach nach Kanada, um die Sache unter Dach und Fach zu bringen. Und der Kanzler? Der spricht sogar von einer 'strategischen Partnerschaft auf Jahrzehnte', die Deutschland, Norwegen und Kanada miteinander verbindet. Klingt fast wie eine Liebeserklärung ans transatlantische Vertrauen – oder Übermut? Darüber ließe sich sicher streiten.
TKMS, eine Tochter des Thyssenkrupp-Konzerns, hat den bislang größten U-Boot-Auftrag seiner Firmengeschichte an Land gezogen: Kanada ordert bis zu zwölf Boote des modernen Typs 212CD. Die Bestellung ist Teil einer umfassenden Erneuerung der kanadischen Marineflotte, wobei explizit die Zusammenarbeit mit Deutschland und Norwegen unterstrichen wird – auch als Signal in Richtung NATO und zur Stärkung der maritimen Verteidigung. Die Auftragsvergabe ist in Deutschland nicht zuletzt politisch unterstützt worden, um heimische Arbeitsplätze und technologische Führungsrolle Europas im U-Boot-Bau zu sichern. Angesichts zunehmender geopolitischer Spannungen, etwa mit Blick auf die Nordatlantik-Region und eine erstarkende russische Präsenz, wird dieser Deal in internationalen Sicherheitskreisen sehr aufmerksam verfolgt. Laut aktuellen Berichten plant Kanada auch, die neuen U-Boote verstärkt für Aufklärungsmissionen im Arktisraum zu nutzen, was die militärische Bedeutung des Projekts weiter betont.