Hand aufs Herz: Kaum jemand verlässt sich gern auf Glück und Zufall, wenn es ums eigene Einkommen geht – zumindest nicht bei jungen Berufstätigen. Laut einer frischen Civey-Umfrage halten satte 91,5 % der befragten 20- bis 30-Jährigen eine private Absicherung gegen längere Verdienstausfälle (zum Beispiel bei Krankheit) für sinnvoll. Die Praxis sieht weniger vorbildlich aus: Rund zwei Drittel vertrauen eher auf eigene Rücklagen oder hoffen im Notfall auf die Unterstützung der Familie. Nur etwa ein Drittel (36,8 %) hat sich tatsächlich mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung abgesichert, während ein knappes Viertel noch auf staatliche Hilfen setzt.
Interessant dabei ist, wer beim Abschluss so einer Versicherung wirklich weiterhilft – oder besser: Wem die jungen Leute am meisten vertrauen. Mehr als die Hälfte verlässt sich auf professionelle Beraterinnen und Berater. Für viele spielen allerdings auch die Meinungen von Eltern oder Vergleichsportale eine Rolle, Freunde oder Social Media belegen nicht ganz überraschend die hinteren Ränge.
Was eine gute Beratung heute ausmacht? Da gibt es klare Wünsche: Spezialwissen – logisch, aber eben auch jemand, der ansprechbar bleibt und nicht in Fachchinesisch abdriftet. Preis-Transparenz steht ebenfalls oben auf der Liste. Und: Zügige Antworten sind den meisten wichtiger als ein schicker Konferenzraum.
„Wer meint, das eigene Erspartes oder die Familie werde schon im Fall der Fälle aushelfen, unterschätzt oft, wie schnell diese Mittel aufgebraucht sind“, fasst Dr. Frederick Krummet von Canada Life die Situation zusammen. Seine Beobachtung: „Die, die schon vorsorgen, suchen meistens Rat bei echten Profis – und je jünger man einsteigt, desto besser.“
Zur Methodik: Für die Umfrage wurden zwischen dem 19. und 23. März 2026 exakt 1.000 berufstätige Menschen zwischen 20 und 30 Jahren online befragt. Die Ergebnisse sind repräsentativ – mit üblichem statistischen Fehler (hier: 3,1 Prozentpunkte).
Viele junge Erwerbstätige sind sich der Gefahr von Einkommensverlusten durch Berufsunfähigkeit bewusst, setzen aber praktisch eher auf Eigenvorsorge oder familiäre Unterstützung als auf eine Versicherung. Nur etwas mehr als ein Drittel in der Altersgruppe 20 bis 30 hat eine private Berufsunfähigkeitsversicherung abgeschlossen, obwohl professionelle Beratung als wertvoll erachtet wird. Hintergrundrecherche zeigt zudem, dass veränderte Arbeitsmärkte, zunehmende psychische Belastungen und unsichere Sozialleistungen das Risiko von Berufsunfähigkeit besonders für junge Menschen steigen lassen – Angebote wie die der Canada Life werden daher mittelfristig wohl noch wichtiger, und ein steigendes Medieninteresse lässt auf mehr gesellschaftliche Debatte über Prävention und finanzielle Eigenverantwortung schließen.