Das ging schnell – und überrascht dennoch nicht wirklich: Julian Nagelsmann, gerade mal 38, hat offenbar nach langem Ringen und Stubendiskussionen beim Deutschen Fußball-Bund in Frankfurt die Reißleine gezogen. Anonym berichten gleich mehrere Medien: Schluss, aus, vorbei – Nagelsmann macht nicht mehr als Bundestrainer. Gemunkelt wurde über seinen Abschied schon seit Tagen, die Anspannung lag spürbar in der Luft. Offenbar hatte ihm die DFB-Spitze ein Ultimatum gestellt: Rücktritt bis Montag, sonst wohl andere Konsequenzen. Präsident Bernd Neuendorf gab sich in einem offiziellen Statement recht nüchtern: „Nach dieser enttäuschenden Weltmeisterschaft können wir unmöglich einfach so weiter machen.“ Drei Stunden und mehr sei im Glaskasten DFB analysiert worden, was schief lief. Ergebnis: Nagelsmann legt das Amt nieder. Eigentlich hätte sein Vertrag sich bis zur Heim-EURO 2028 hingezogen – daraus wird jetzt natürlich nichts mehr. Und für den Staffelstab steht laut Sky Sport ein ganz Großer parat: Jürgen Klopp wäre tatsächlich bereit, wenn der DFB wirklich will. Mal ehrlich: Das wäre wie ein Neustart mit ordentlich Knall.
Nagelsmanns Entscheidung, als Bundestrainer zurückzutreten, wurde von einer Welle an Spekulationen begleitet, die nach dem schwachen Abschneiden der Nationalmannschaft bei den letzten großen Turnieren nochmals anschwoll. Neben dem öffentlichen und internen Druck beim DFB spielte laut aktuellen Kommentaren auch die fehlende sportliche Perspektive unter seiner Führung eine Rolle. Medien berichten zudem, dass der DFB nun dringend einen Richtungswechsel anstrebt, wobei Namen wie Jürgen Klopp ins Spiel gebracht werden, der zwar Interesse signalisiert hat, aber bisher keine Zusage gegeben hat. Zusätzlich kursieren weitere Optionen und die Debatte, ob mitten im EM-Jahr ein erneuter Trainerwechsel sinnvoll ist. Die Trainerfrage steht damit aktuell klar im Mittelpunkt der deutschen Fußballöffentlichkeit.