Die deutschen Autobauer sind derzeit nicht sonderlich guter Dinge. Im Vergleich zum Vormonat, so meldet das Ifo-Institut, bewerteten die Unternehmen ihre Geschäfte als spürbar schlechter. Allerdings – ein kleiner Hoffnungsschimmer bleibt: Für die kommenden Monate sind sie wenigstens einen Tick optimistischer als zuvor. Es scheint fast, als würde die Branche wie ein nervöses Kaninchen zwischen Pessimismus und leichter Hoffnung hin und her zucken – ein Zustand, der sich durch das letzte Jahr schon gezogen hat. Aber was hält die Autobranche aufrecht? Anita Wölfl vom Ifo-Institut meint, das Inlandsgeschäft und der europäische Markt liefern Stabilität, vor allem weil E-Autos in Deutschland gefragter sind denn je. Zwischen Januar und Mai 2026 – das ist noch nicht mal lange her – wurden immerhin knapp 284.000 neue E-Fahrzeuge (BEV) zugelassen. Dass sind satte 40 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Besonders auffällig: Der Anteil von reinen Stromern unter allen Neuwagen lag dieses Jahr schon bei fast einem Viertel. Ein beachtlicher Sprung, wenn man bedenkt, dass es im entsprechenden Vorjahreszeitraum nur 17 Prozent waren. Dennoch bleibt die allgemeine Unsicherheit hoch; richtig ausgelassene Freude kommt nicht auf. Gerade, weil die Branche in Europa mit Konkurrenzdruck und mäßigem Wirtschaftswachstum kämpft. Aber vielleicht, so könnte man hoffen, besinnt sich die deutsche Autolandschaft bald auf ihre einstige Rolle als Innovationsmotor.
Die Stimmung am deutschen Automarkt bleibt gedämpft, das zeigt der Ifo-Index klar: Im Juni 2026 sanken die Werte weiter ab. Während Elektroautos für Wachstum sorgen und einen deutlich höheren Anteil an Neuzulassungen erreichen, lasten Unsicherheiten wie schwankende Nachfrage, globale Konkurrenz und die wirtschaftliche Gesamtlage weiter schwer auf der Branche. Hinzu kommt: Im europäischen Ausland wirken Preise, Lieferkettenprobleme und politische Unsicherheiten weiterhin wie Sand im Getriebe.