Schweizer Nationalteam erkämpft sich Achtelfinalplatz gegen Algerien

In einem spannenden WM-K.o.-Spiel in Vancouver hat die Schweiz Algerien mit 2:0 besiegt und damit souverän das Ticket fürs Achtelfinale gelöst.

heute 06:59 Uhr | 1 mal gelesen

Kaum hatte der Schiedsrichter die Partie angepfiffen, da klingelte es schon im Kasten der Algerier: Nach einem vortrefflichen Solo von Johan Manzambi kickoffte Breel Embolo den Ball in aller Seelenruhe ins Netz – und das war schon die 10. Minute! Ganz ehrlich: Zu diesem Zeitpunkt hätte man meinen können, Algerien würde das Ruder noch herumreißen. Aber so richtig kam es nie dazu. Dan Ndoyes Treffer kurz nach Wiederanpfiff (manchmal ist Fußball fast grotesk, wie er Zufälle produziert: ein Patzer von Algeriens Hintermannschaft, Denis Zakaria bemerkt’s, staubt ab, und schon steht’s 2:0) ließ die Schweiz endgültig auf die komfortable Siegerstraße abbiegen. Bis zur Pause blieb Algerien zwar gefährlich – insbesondere Maza, der aber aus nächster Nähe nur das Außennetz traf. Nach dem Seitenwechsel war Algeriens Druck eher brodelnde Hoffnung als wirkliches Dauertempo. Die Eidgenossen schirmten das eigene Tor mit viel Disziplin ab und ließen wenig zu, wobei Embolo und auch Rieder versäumten, das Ergebnis noch klarer zu gestalten. Die letzten Minuten wirkten wie ein Auslaufen: Algerien rannte sich zunehmend fest, die schweizer Defensive blieb gelassen, fast schon stoisch. Am Schluss stand ein verdienter Sieg, und mit Blick auf die nächste Runde – da wartet der Sieger aus Kolumbien gegen Ghana – kann Trainer Murat Yakin seinem Team für diesen kühlen Kopf und das blitzsaubere Herausspielen der Chancen wohl mehr als nur einen Schokoriegel spendieren.

Ein so konsequentes und gleichzeitig abgeklärtes Spiel wie das der Schweiz gegen Algerien sieht man im internationalen Fußball nicht alle Tage, jedenfalls nicht in einem Team mit dem bekannt minimalistischen Spielansatz der 'Nati'. Die frühe Führung durch Embolo gab den Ton an, während Algerien trotz engagiertem Start kaum in den Strafraum fand. Besonders erwähnenswert: Die Schweizer scheinen unter Trainer Murat Yakin eine neue Robustheit und Nervenstärke in K.o.-Spielen entwickelt zu haben, womit sie in der K.o.-Runde als ernstzunehmender Gegner gelten dürfen. Laut neuesten Berichten hat die Schweiz im Vorfeld auf die Mentalarbeit und Standards besonderen Wert gelegt – offenbar mit Erfolg. Allgemein sind die Zeitungen voll mit Analysen zur neuen Schweizer Effizienz und der Frage, ob das die Nati womöglich zu einer Art Geheimfavorit macht. Ergänzende Details aktuell aus der Berichterstattung: - Die FIFA räumt derzeit den Schiedsrichterentscheidungen und dem Thema VAR große Aufmerksamkeit ein, da mehrere umstrittene Situationen die Runde machen – in diesem Spiel blieb es allerdings ruhig. - Beide Teams mussten zuletzt verletzungsbedingt umbauen, was sich bei Algerien spürbar negativ auf die Abstimmung auswirkte. - Die Schweizer Frauenmannschaft feierte diesen Erfolg am Rande mit und gab im Interview zu, von der aktuellen Euphorie der Männer profitieren zu wollen.

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