Nathalie Pohl knackt vierten Weltrekord und kämpft weiter für sichere Schwimmkenntnisse bei Kindern
Marburg – Wenn man glaubt, Grenzen seien erreicht, belehrt Nathalie Pohl eines Besseren: Im Golf von Neapel umschwamm die Ausdauersportlerin als erste offiziell die Insel Capri in kaum mehr als vier Stunden. 16 Kilometer Offene See, unberechenbare Strömungen, keine Erfahrungswerte – Pohl meistert das Unvorhersehbare mit beeindruckender Ausdauer. Doch ihr Blick reicht über Medaillen hinaus: Schon seit Langem macht sie sich stark dafür, dass Kinder schwimmen lernen – und ihre Weltrekorde dienen ihr als Bühne für diese Herzensangelegenheit. Wie schon bei ihrer Ibiza-Tour sammelte Pohl auch diesmal Spenden für mehr Sicherheit im Wasser, getreu ihrem Motto: Kein Kind soll über den Kopf hinweg ins Wasser stolpern – egal wo auf der Welt.
heute 17:00 Uhr | 4 mal gelesen
Sprung ins Unbekannte, Kopf über die Klippen: so beschrieb Nathalie Pohl ihre Capri-Umrundung, die zu ihrem vierten Weltrekord führte. Sie betrat Neuland, nicht nur wegen der spektakulären Landschaft, sondern auch, weil niemand zuvor die Strecke offiziell geschwommen war. Die Strömungen rund um Capri sind tückisch, ein Fakt, der selbst erfahrene Schwimmerinnen aus dem Rhythmus bringen kann – und genau das verleiht der Leistung noch mehr Gewicht. Ständiger Fokus, jeder Meter ein neues Abenteuer, und ein neutraler Beobachter mit prüfendem Blick im Schlepptau: Nur so wurde ihr Rekord auch formell bestätigt und von der Marathon Swimmers Federation anerkannt. Statt sich auf dem Erfolg auszuruhen, denkt Pohl schon an den nächsten Akt: Im Juli kehrt sie an den Ärmelkanal zurück – jenen Ort, an dem sie einst fast scheiterte. Zehn Jahre ist es her, dass sie ihn erfolgreich durchschwamm. Inspiriert von der Pionierin Gertrude Ederle, nimmt sie sich nun vor, als Staffel gemeinsam mit anderen außergewöhnlichen Frauen die historische Leistung der ersten Kanaldurchquerung einer Frau zu würdigen und erneut Spenden für Schwimmprojekte zu sammeln. So verbindet sie Spitzenleistung mit gesellschaftlichem Engagement, fest entschlossen, allen Kindern ein sicheres Verhältnis zum Wasser zu ermöglichen.
Nathalie Pohl hat mit ihrer Capri-Umrundung einmal mehr bewiesen, dass sie Ausdauer, mentale Stärke und soziale Verantwortung verbindet. Mit einer Zeit von 4:08:00 Stunden setzte sie eine neue Bestmarke, die von der Marathon Swimmers Federation offiziell bestätigt wurde. Wie aktuelle Recherchen zeigen, erfährt das Thema Schwimmsicherheit in Deutschland breite Aufmerksamkeit – vor allem aufgrund der erhöhten Zahl von Nichtschwimmern bei Kindern nach der Corona-Pandemie. Programme und mediale Kampagnen weisen erneut auf die Dringlichkeit einer besseren Schwimmausbildung hin. Pohl nutzt ihre Medienpräsenz, um Spenden für die Schwimmförderung zu sammeln, ein Anliegen, das immer mehr prominente Unterstützer und lokale Initiativen findet. In Aussicht steht für sie ein weiteres sportliches Großereignis: die Staffelquerung des Ärmelkanals im Gedenken an Gertrude Ederle, für das sie sich derzeit vorbereitet und das in den Medien starke Beachtung finden dürfte.