Negativrekord an der Strombörse: Sonnige Feiertage lassen Börsenstrompreis am 1. Mai abstürzen

Die deutschen Strommärkte erlebten Anfang Mai einen bemerkenswerten Preisverfall: Der Durchschnittspreis an der Börse fiel auf unter 10 ct/kWh – und an manchen Stunden sogar deutlich ins Minus. Hauptgrund ist die geballte Kraft von Wind und Sonne, die das Netz über Ostern und Tag der Arbeit förmlich fluteten.

heute 10:05 Uhr | 5 mal gelesen

Wer am Tag der Arbeit 2024 einen Blick auf die Energiepreise wagte, traute seinen Augen kaum: Während die Menschen draußen Sonne tankten, sackte der Börsenpreis für Strom buchstäblich ab – bis zu minus 50 Cent pro Kilowattstunde! Ein kurioser Mix aus Feiertag, ruhender Industrie und fantastischem Wetter sorgte für massenhaft Ökostrom, den das Netz gar nicht schnell genug loswerden konnte. Im Mai gab es ganze 69 Stunden mit negativen Preisen – etwas, das früher Seltenheitswert hatte, tritt mittlerweile immer häufiger auf. Die Börsenmechanismen greifen nicht mehr so wie früher, und so müssen Erzeuger teilweise sogar draufzahlen, wenn sie Strom ins Netz einspeisen wollen. Das technische Limit der Börse – früher lag es bei minus 500 Euro pro Megawattstunde – wurde mittlerweile sogar noch weiter nach unten verschoben: Die EPEX SPOT erlaubte nun bis zu -600 €/MWh, was wohl kaum jemand je für realistisch gehalten hätte. Das Problem liegt im trägen Zusammenspiel von Angebot und Nachfrage – vor allem, weil konventionelle Kraftwerke nicht so flexibel aus dem Betrieb genommen werden können, wie es die Stromspitzen der Erneuerbaren verlangen würden. Wer heute schon ein Elektroauto hat und einen dynamischen Tarif nutzt, kann aus dem Strom-Überfluss sogar Profit schlagen. Denn mit moderner Messtechnik wie Smart Metern und der passenden Software wird Strom dann verbraucht, wenn er quasi verschenkt wird – oder sogar Geld bringt. So fuhr in Brandenburg ein Audi schon für -37 ct/kWh, die Aufladung brachte dem Fahrer real minus 11 Euro auf die Stromrechnung. Die Energiewende stellt unser Stromsystem vor Herausforderungen, aber sie eröffnet findigen Verbrauchern auch neue Chancen. Die Mischung aus Digitalisierung und grüner Energie wird gerade erst ausgelotet – mit vielen offenen Fragen, ob das Netz und die Marktregeln diesem Wandel auch wirklich gewachsen sind. Rabot Energy etwa, als moderner Versorger, setzt genau darauf: Smarte Plattform, Ökostrom und KI – klingt nach Zukunft, fühlt sich aber manchmal noch ziemlich holprig an.

Im Mai 2024 sorgte die Kombination aus sonnigem Wetter, Wind und Feiertagen für eine historische Negativpreisspitze an der Strombörse – zeitweise fiel der Preis am 1. Mai auf minus 50 ct/kWh. Über 69 Stunden lagen die Preise im negativen Bereich, was die Unflexibilität konventioneller Kraftwerke und den regulatorischen Anpassungsbedarf verdeutlicht. Umso wichtiger werden jetzt flexible Verbraucher: Smart Meter und dynamische Tarife bewegen sich vom Nischendasein in Richtung Massenmarkt, staatliche Anreize und gesetzliche Vorgaben beschleunigen den Einbau, wie aktuelle Debatten auf www.energieblogger.net und taz.de zeigen. Aktuelle Recherchen aus den deutschen Medien berichten zudem, dass sich das Thema negative Strompreise international ausweitet (beispielsweise in den Niederlanden oder Dänemark) und dass Industrie sowie Stromversorger nun verstärkt Strategien zur Lastverschiebung und Zwischenspeicherung erarbeiten. Auch thematisieren neue Artikel die systemischen Risiken für Netzstabilität und den verstärkten Bundesdiskurs um den beschleunigten Ausbau von Flexibilitätsoptionen wie Batteriespeichern – etwa im Kontext der geplanten Netzentgeltreform 2024 (vgl. www.spiegel.de, www.zeit.de und www.faz.net). Insgesamt unterstreicht die Entwicklung den Bedarf nach schneller Reaktion der Politik, einer besseren Integration von Speichern und Verbrauchsanreizen – nicht nur für Deutschland, sondern für ganz Europa.

Schlagwort aus diesem Artikel