Wenn Kölner Messehallen im Herbst nach Kaffee, frischen Ideen und ein wenig Aufbruch riechen, dann ist wohl Franchise NEXT-Zeit. Diesmal – am 15. und 16. Oktober 2026 – treffen sich dort nicht nur die Größen wie McDonald’s, Subway oder PLANA, sondern auch junge Konzepte, die man vielleicht erst googeln muss. Fitness, Bildung, Pflege, eSports, Pizza – die Auswahl an Ständen liest sich wie der Wunschzettel einer Start-up-Messe, und gerade das macht die Atmosphäre kurios lebendig.
Was Franchise NEXT von ähnlichen Events trennt? Offenbar die Mischung: Waschechte Franchiser treffen auf noch Suchende, Quereinsteiger reden mit Branchenprofis, alles zwischen Neugier und gewachsener Erfahrung. Die Messe wirkt weniger wie eine Hochglanz-Verkaufsveranstaltung, vielmehr wie ein Marktplatz, auf dem Geschichten ausgetauscht werden – wovon wohl die neue Creator Lounge besonders profitiert.
Ein wenig Rock'n'Roll schwingt aber auch in den Vorträgen mit. Joey Kelly, nicht nur Extremsportler, sondern notorischer Mutmacher, will zeigen, wie man sich selbst über die Ziellinie schiebt (und dass Grenzen meist im Kopf beginnen). Musiker und Speaker Martin Klapheck bringt mit „Tonleiter zum Erfolg“ sein eigenes Rezept mit – was, zugegeben, ein bisschen klingt wie E-Bass statt Businesspläne. Aber vielleicht braucht es auch genau so etwas, wenn Menschen nach Orientierung und Inspiration suchen.
Dass Selbstständigkeit keine einsame Achterbahnfahrt sein muss, zeigen gerade die persönlichen Präsentationen: Ein ehemaliger Fußballprofi, ein Moderator, sie sprechen Tacheles über Stolpersteine und Motivationslöcher. Denn – das wird spürbar – fast niemand startet als Franchise-Ikone. Und es sind oft die unspektakulären Anekdoten, die hängenbleiben.
Neben Geschichten gibt’s aber natürlich handfestes Know-how: Von Finanzierungstricks, Paragraphenreiterei der Verträge bis hin zu Expertengesprächen über Wachstum und Digitalisierung. Dass Kinderbetreuung geboten wird, mag erst nebensächlich wirken, sagt aber viel über das Selbstverständnis der Messe: Familie und mutige Entscheidungen können, ja sollen zusammengehen.
Medienleute werden eingeladen, die Messe zu durchstreifen, Marken und Menschen kennenzulernen und vielleicht eine der bisher ungehörten Gründungsgeschichten nach draußen zu tragen. Wer sich für die Zukunft von Arbeit – und für mutige Neuanfänge ganz allgemein – interessiert, dürfte hier mehr bekommen als ein paar Visitenkarten.
Die Franchise NEXT 2026 in Köln entwickelt sich zu einer Plattform, die klassische Messeformate in Frage stellt: Nicht das reine Produkt, sondern der Mensch und seine Geschichten stehen im Mittelpunkt – von Quereinsteigern über erfahrene Unternehmer bis hin zu Familien, die neben dem Business auch an den Alltag denken müssen. Besonders spannend ist, dass über 90 nationale und internationale Marken unterschiedlichster Branchen vertreten sind, darunter auch viele Unternehmen, die Franchise mit digitalen und nachhaltigen Geschäftsmodellen neu interpretieren. Laut Medienberichten ist die Franchise-Wirtschaft 2024 trotz vielfältiger Krisen stabil gewachsen (z.B. um über 5 % laut Deutscher Franchiseverband), wobei zunehmende Bedeutung auf persönliche Beratung, individuelle Entwicklungspfade und familienfreundliche Strukturen gelegt wird. Auch der Aspekt der Arbeitskräftegewinnung über Franchise gewinnt gerade im Dienstleistungs- und Pflegebereich an Aufmerksamkeit, was mit aktuellen Debatten um demografischen Wandel und die Transformation von Arbeit einhergeht. Franchising wird so zunehmend als Brücke zwischen Wunsch nach Selbstverwirklichung, wirtschaftlicher Stabilität und gesellschaftlicher Verantwortung diskutiert. Wer aktuell in Deutschland Franchising in Betracht zieht, begegnet einer deutlich breiteren Auswahl an innovativen, digitalen und nachhaltigen Konzepten als noch vor wenigen Jahren.