Neuer Solarpark Amerdingen: 76 MWp stärken Donau-Ries und setzen auf Eigeninitiative statt EEG-Subventionen

Amerdingen – Ab sofort liefern über 126.000 moderne Solarmodule auf 51 Hektar nordöstlich von Amerdingen grünen Strom. Der neue, einer der größten Solarparks in der Gegend, punktet nicht nur mit Leistung, sondern auch mit einem eigenständigen Vermarktungsmodell – und das ganz ohne die übliche EEG-Stütze.

heute 11:28 Uhr | 4 mal gelesen

Am 18. Juni öffnete der neue Solarpark im Landkreis Donau-Ries erstmals seine Pforten. Das Projekt – gestemmt von MaxSolar als Bauherr und künftigem Betreiber und initiiert durch Camilla Prinzessin zu Sayn-Wittgenstein-Berleburg auf eigenem Boden – wurde feierlich eingeweiht. Die Liste der Besucher war lang: Bundestagsabgeordnete, Lokalpolitiker, Unternehmer – ein Querschnitt aus Politik, Wirtschaft und Verbänden also. Mit 126.672 bifazialen Hochleistungsmodulen auf exakt 51 Hektar Fläche ist die Anlage mit rund 76 Megawattpeak unter den Schwergewichten der Region. Das Besondere? Die Fläche wurde nicht einfach verpachtet, sondern in Eigenregie entwickelt. Wittgenstein wollte ihr Land nicht nur zur Verfügung stellen, sondern aktiv gestalten und regionale Wertschöpfung maximieren. "Wir leben und wirtschaften hier – da gibt man ein solches Projekt nicht einfach aus der Hand", bemerkte sie bei der Eröffnung. Unterstützt wurde das Vorhaben durchweg von Gemeinde, Verwaltung und Bürgermeister, die pragmatisch und mit Weitsicht an die Sache herangingen. MaxSolar stieg als zuverlässiger Partner ein und übernahm Planung und Bau. Verkauft wird der Strom größtenteils im Rahmen langfristiger Power Purchase Agreements (PPA), der Rest geht direkt an den Markt – keine EEG-Förderung, kein Netz des staatlichen Supports, sondern komplette Unabhängigkeit. Das schafft Flexibilität, regionale Beteiligung und ein Stück mehr Marktwirtschaft im Energiesektor. Mit dem neuen Park kann rechnerisch der Strombedarf von über 23.000 Haushalten gedeckt und alljährlich etwa 29.600 Tonnen CO2 eingespart werden. Auch ökologisch wird einiges geboten: Naturnahe Hecken, Waldränder und geschützte Flächen für seltene Vogelarten sind Teil des Konzepts. Der Bürgermeister von Amerdingen sieht darin einen Aufbruch, eine Investition in die Gegenwart und Zukunft der Gemeinschaft. Währenddessen hebt MaxSolar-Geschäftsführer Strasser hervor: Auch ohne staatliche Gelder können regionale grüne Energieprojekte heute wirtschaftlich funktionieren. Kurz ein paar Worte zu den Akteuren: MaxSolar versteht sich als Komplettanbieter für dezentrale Energiewirtschaft, von der PV-Anlage bis zu Speichern und Mobilitätskonzepten. Die Initiatorin Wittgenstein wiederum setzt in Amerdingen vielfältige Projekte mit Fokus auf Umwelt, Regionalwert und langfristige Entwicklung um. Man merkt: Hier ist ein Zusammenspiel verschiedenster Akteure gelungen – mit einem Ergebnis, das sowohl Vorbildcharakter als auch Innovationsgeist ausstrahlt (Kontakt: Anastasia Segovia Astorga, MaxSolar GmbH).

Der neue Solarpark bei Amerdingen im Landkreis Donau-Ries steht als Symbol für eine unabhängige, zukunftsorientierte Energieversorgung. Projekte wie dieses reihen sich ein in eine neue Welle von Photovoltaik-Anlagen, bei denen weder EEG-Förderung noch staatliche Subventionen zum Tragen kommen. Mit über 126.000 Modulen und einer Leistung von etwa 76 MWp werden künftig rechnerisch 23.500 Haushalte klimafreundlich versorgt und über 29.000 Tonnen CO2 pro Jahr eingespart. Dass es mit privatwirtschaftlicher Initiative und kommunaler Zusammenarbeit gelingt, große Anlagen wirtschaftlich tragfähig zu machen, ist ein wichtiges Signal für weitere Vorhaben – und passt zum Trend, dass erneuerbare Energieprojekte zunehmend privatwirtschaftlich finanziert werden. Aktuell nimmt die Zahl ähnlich marktorientierter Großprojekte, etwa durch Finanzierungen über PPAs und ohne EEG-Zuschüsse, laut aktuellen Branchenberichten stark zu. Auch die Themen Naturschutz, ökologische Begleitmaßnahmen und die transparente Einbindung lokaler Akteure stehen immer mehr im Vordergrund – Beispiele dafür finden sich aktuell auch bei neuen Solarparks in Brandenburg und Sachsen-Anhalt, wie Medien berichten.

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