Wildberger plädiert für KI in Reden – Mensch bleibt Hauptakteur

Bundesdigitalminister Karsten Wildberger (CDU) sprach sich in einer TV-Sendung offen für den Einsatz von Künstlicher Intelligenz bei der Ausarbeitung von Reden in seinem Haus aus. Dabei betonte er die Bedeutung klarer Regeln und menschlicher Verantwortung beim Einsatz dieser modernen Tools.

heute 11:41 Uhr | 3 mal gelesen

Hinter verschlossenen Türen im Bundesdigitalministerium laufen, so scheint es, längst nicht mehr nur Köpfe heiß – sondern auch Algorithmen. Minister Wildberger, ein Verfechter zeitgemäßer Arbeitsmittel, erläuterte im 'Nachtjournal Spezial' von RTL: Die initialen Ideen, die thematische Ausrichtung, ja sogar die grobe Struktur kommen prinzipiell vom Menschen. KI dient eher als Werkzeug, so wie einem manchmal der Kaffee am Schreibtisch – nützlich, aber kein Ersatz für eigenes Denken. Es handle sich, betont er, um einen wiederkehrenden, fast dialogischen Prozess zwischen Mensch und Maschine. Besonders wichtig, fast schon ein Mantra: Der finale Check liegt immer beim Menschen. Diese Kontrolle will er keinesfalls aus der Hand geben – auch bei sich selbst nicht. Was das Thema Kennzeichnungspflicht angeht, zeigt sich Wildberger offen: 'Darüber nachzudenken, schadet nicht.' Viel wichtiger sei ihm jedoch eine ehrliche Debatte, wie offen die Regierung generell mit ihren Quellen und Hilfsmitteln umgeht – sei es KI, klassische Recherche oder gar ein Stapel handschriftlicher Notizen. Er kann sich sogar vorstellen, dass die Bundesverwaltung künftig eigene Richtlinien für KI-Einsatz erarbeitet und hofft darauf, dass andere Ministerien sich nicht drücken, sondern mitziehen.

Digitalminister Wildberger verteidigt öffentlich den Einsatz von KI beim Erstellen von Reden im Ministerium, betont aber, dass Menschen die Kontrolle behalten. Er schließt eine Kennzeichnungspflicht für KI-gestützte Inhalte nicht aus und plädiert für mehr Transparenz beim Umgang mit Arbeitsmitteln und Quellen. Wildberger sieht die Chance, innerhalb der Bundesregierung erste Standards für KI-Anwendungen zu setzen und begrüßt weitere Ideen – die Debatte ist für ihn noch lange nicht abgeschlossen. Laut einem aktuellen Zeit-Artikel gibt es in Berlin gerade eine große Diskussion zur Frage, wie transparent Ministerien mit KI erstellten Inhalten umgehen und ob dies Bürgerinnen und Bürger auch interessieren wird (Quelle: DIE ZEIT). Die Süddeutsche berichtet, dass andere EU-Länder bereits viel restriktiver mit KI in der Verwaltung umgehen, während Deutschland noch auf konkrete Regeln wartet (Quelle: Süddeutsche Zeitung). Auf t3n.de wird beleuchtet, wie rasant KI-Tools in den Alltag deutscher Behörden einziehen und dass trotz Bedenken die meisten Beamten sie als Effizienzgewinn sehen – solange die Verantwortung beim Menschen bleibt (Quelle: t3n).

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