Hardt sieht in den jüngsten Alleingängen des EU-Ratspräsidenten Costa ein Problem für die Glaubwürdigkeit Europas gegenüber Russland. Die fehlende Abstimmung könne von Moskau als Schwäche fehlinterpretiert werden, was laut Hardt den europäischen Zusammenhalt beschädigt. In aktuellen Artikeln der taz und der Süddeutschen wird zudem darüber berichtet, dass Costa nach Kritik an seinem Russland-Kurs um Schadensbegrenzung bemüht ist. Außerdem betonen mehrere Quellen, dass gerade angesichts des anhaltenden Kriegs in der Ukraine ein klares, gemeinsames europäisches Vorgehen wichtiger denn je ist. Auffällig ist, wie sehr sich in den deutschen Medien die Sorge breitmacht, dass uneinheitliche Signale geopolitisch ausgenutzt werden könnten. Die weiterhin verschärfte Lage im Osten verlangt, so der Tenor in vielen aktuellen Beiträgen, nach diplomatischer Disziplin und enger Abstimmung innerhalb der EU. Auch Experten aus Brüssel warnen aktuell wieder, dass Soloaktionen einzelner Spitzenpolitiker Prozesse in Gefahr bringen und den Verhandlungspositionen der EU im Kreml unnötig schaden.
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