Neuer Start für die Notfallmedizin: Das Asklepios-Institut macht in St. Georg auf

Hamburg – Ein Schritt, der vieles in Bewegung setzen dürfte: Das Asklepios Institut für Notfallmedizin (IfN), bundesweit eines der wichtigsten Zentren für notfallmedizinische Simulation und Fortbildung, hat seine neue hochmoderne Heimat auf dem Gelände der Asklepios Klinik St. Georg bezogen. Nach dem Umzug aus Hamburg-Harburg rückt das Institut jetzt näher an das Herz des Hamburger Gesundheitsnetzes – gut sichtbar, mitten in der Versorgungsrealität. Sind das nur neue Wände? Keineswegs: Ein klarer Fokus auf Team, Sicherheit und praxisnahes Lernen für bessere Patientenversorgung.

03.07.26 11:05 Uhr | 1 mal gelesen

Aller Anfang ist... ja, auch Eröffnung: „Mit dem neuen Trainingszentrum schlagen wir gewissermaßen ein neues Kapitel in der Notfallversorgung auf. Hier wird Qualität nicht nur behauptet, sondern täglich trainiert“, kommentierte PD Dr. Sara Sheikhzadeh, medizinische Führungskraft bei Asklepios, den symbolischen Startschuss stolz. Speziell in sensiblen Bereichen – Notaufnahme, Geburtshilfe, OP – entscheidet letztlich das Zusammenspiel unter enormem Druck. Die neuen Räume? Ein lebensechter Mikrokosmos: OP-Saal, Intensivstation, Notaufnahme – alles realistisch nachgebaut, maximal praxisnah. Unter simulierten Stress-Szenarien üben Rettungsdienste, OP-Teams und Co., was Kommunikation wirklich aushält. Debriefing, also Nachbesprechung, ist Pflicht – moderne Technik inklusive, Reflexion als Schlüssel. Interessanterweise sieht sich das IfN nicht bloß als Ort für Notfall-Drills, sondern auch als Denkraum. Gemeinsam mit Rechtsexperten, ITlern und den Asklepios-Bildungszentren werden neue Ausbildungsmodelle getestet. Und wer regelmäßig Krankenhäuser von innen sieht, weiß: Offene Kommunikation („Speak Up“ als Leitspruch) und eine starke Sicherheitskultur sind keine Trends, sondern überlebenswichtig. Apropos Erfahrung: Seit 1998 im Geschäft, als American Heart Association Training Center zertifiziert (ACLS, PALS, BLS – Zungenbrecher für lebenswichtige Maßnahmen), betreibt das IfN echte Pionierarbeit in der Reanimationsausbildung. Ein Alleinstellungsmerkmal ist das Manchester Triage System – ein standardisierter Weg zur Ersteinschätzung bei Notfällen, das IfN betreibt dazu das deutsche Netzwerk und ist hier das einzige deutsche Zentrum mit direkter Legitimation der britischen Erfinder. Fast wie ein roter Faden zieht sich das Thema Interdisziplinarität durch alles, was das Institut unternimmt – auch durch die Kooperation mit Partnern wie dem Asklepios Campus Hamburg und Medical School Hamburg. Am Ende bleibt: Wer heute in Hamburg mit Herz-Kreislauf-Stillstand oder Akutfällen privat oder beruflich konfrontiert wird, profitiert von geballtem Know-how, das nun im Herzen der Stadt weiterentwickelt wird.

Das neu eröffnete Asklepios Institut für Notfallmedizin am Standort St. Georg hebt das Training und die Simulation in der Notfallmedizin für Norddeutschland auf ein beeindruckend hohes Niveau. Die Ausstattung orientiert sich an modernsten Standards – was sich nicht zuletzt daran zeigt, dass hier realitätsnahe Situationen im OP, Kreißsaal oder der Notaufnahme für Teams aus den unterschiedlichsten Fachgruppen nachgestellt werden. Seit über 20 Jahren werden nicht nur Routine-Grundsätze, sondern Führung, Kommunikation und Entscheidung unter Druck trainiert, und mit dem deutschlandweit einzigartigen Manchester-Triage-Netzwerk setzt das Institut auch Maßstäbe in der Ersteinschätzung von Notfällen. Aus aktuellen Recherchen geht hervor, dass der Bedarf an gut ausgebildeten Notfallteams angesichts steigender Fallzahlen in Notaufnahmen weiter wächst und zahlreiche Institutionen, nicht nur in Hamburg, auf Simulationstrainings setzen, um Fehlerquoten zu senken und die Zusammenarbeit zu stärken (s. Linksammlung unten). Versorgungsengpässe, Personalmangel und gestiegene Anforderungen durch demografische Veränderungen sorgen aktuell bundesweit für erhöhten Druck auf Notfallabteilungen – hier können professionelle Teamtrainings wie im IfN konkret zur Verbesserung der Versorgungssicherheit beitragen. Der Austausch auf europäischer Ebene, insbesondere zu Triage-Systemen und digitalen Anwendungen in der Notfallversorgung, wird als zunehmend wichtig gesehen – das IfN fungiert hier als Brückenbauer zwischen deutscher Praxis und internationalen Standards.

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