Der NRW-Finanzminister fordert eine volle Erstattung für alle finanziellen Ausfälle der Länder durch eine mögliche Einkommensteuerreform und sieht derzeit keine Spielräume im eigenen Haushalt. Das Bundesfinanzministerium steht nach wie vor in der Pflicht, die Prioritäten zu klären – ob für mehr Wachstum oder für Gerechtigkeit beim Existenzminimum. Diese Debatte passt in das größere Bild aktueller Auseinandersetzungen um den Finanzausgleich und die Frage, wie 'Veranlassungskonnexität' in der Praxis funktionieren soll. Im Kontext aktueller Entwicklungen gibt es Streit über neue Verteilungsspielräume zwischen Bund und Ländern, wie taz.de berichtet: Der Ton zwischen Ländern und Bund wird schärfer, vor allem weil Koalitionsinteressen divergieren und zuletzt die Kommunikation stockte. Dort heißt es, die Länder pochen inzwischen aktiver auf eigene Interessen, fordern verlässlichere Planungssicherheit und kritisieren die Berliner Strategie als kurzfristig kalkuliert (Quelle: [taz.de](https://taz.de)). Laut spiegel.de wird parallel in der SPD diskutiert, ob eine umfassende Steuerreform überhaupt umsetzbar ist, mitten in der Haushaltskrise – der Druck wächst, weil dringend Kompromisse bei der Finanzierung gefunden werden müssen (Quelle: [spiegel.de](https://spiegel.de)). Deutschland.de merkt an, dass Länderchefs quer durch alle Parteien nur dann zustimmen wollen, wenn konkrete Kostenübernahmen garantiert werden; die Blockadedrohung bei der kommenden Ministerpräsidentenkonferenz gilt daher als real (Quelle: [deutschland.de](https://deutschland.de)).