Der Vorfall in Ceuta zeigt einmal mehr, wie verletzlich die EU-Außengrenzen gegenüber hybriden Bedrohungen und Informationsmanipulationen sind. Henrichmann betont, dass geschlossene europäische Zusammenarbeit und kritisches Hinterfragen von Informationen notwendig seien, um solchen Angriffen zu begegnen. Derweil bleibt offen, ob und in welchem Ausmaß hinter dem aktuellen Geschehen externe Akteure wie Russland oder organisierte Schleuserringe stecken – zumal zuverlässige Beweise bislang fehlen. Aktuell berichten verschiedene Medien, dass die Situation an Spaniens Exklaven angespannt bleibt: Laut taz ist Ceuta weiterhin Brennpunkt für irreguläre Migration aus Marokko, wobei neue politische Spannungen zwischen Spanien und Marokko die Lage verschärfen (Stand: 48 Std.). Bei der Süddeutschen Zeitung wird hervorgehoben, dass auch im europäischen Ausland die Sorge vor koordinierten hybriden Angriffen auf die Außengrenzen wächst, und Politiker verstärkt auf gemeinsame Verteidigungsmechanismen pochen. Im Spiegel wiederum gehen mehrere Experten davon aus, dass Russland in Social Media gezielt Falschinformationen zum Thema schürt, um gesellschaftliche Spaltung in der EU zu fördern.