Risiko neu denken: So radikal verändert sich die globale Risikolandschaft bis 2026

Hamburg – Der jüngste "Global Risk Landscape 2026"-Bericht zeigt: Unsicherheit ist längst kein temporäres Störfeuer mehr, sondern ein fester Bestandteil der heutigen Wirtschaftswelt. Unternehmen stehen an einem Wendepunkt – abwarten und Tee trinken funktioniert nicht mehr. Stattdessen brauchen sie flexible Strukturen, die blitzschnell auf Krisen reagieren und es aushalten, manchmal nur im Trüben zu fischen. Die Studie, für die 500 Führungskräfte intensiv befragt wurden, fordert Abschied von starren Kontroll- und Entscheidungsmechanismen. Gefragt ist vielmehr eine neue Kultur der geteilten Verantwortung, bei der Risikomanagement, Compliance und interne Kontrolle eng verzahnt werden.

heute 11:05 Uhr | 2 mal gelesen

Es fühlt sich fast an wie ein permanenter Sturm – Risiken, die früher noch einzeln und beherrschbar waren, greifen heute ineinander und verschärfen sich gegenseitig. Geopolitische Risiken mischen sich mit digitalen Bedrohungen, Marktvolatilität gesellt sich zu regulatorischen Unwägbarkeiten. Wandel ist damit der einzige feste Bezugspunkt.

Was die neue Risikolandschaft laut Studie dominiert:

Acht von zehn Top-Managern bestätigen, dass die Zeit krisenhafter ist als je zuvor. Tempo und Wucht der Herausforderungen nehmen zu. Besonders sichtbar wird das beim Thema Cybersecurity: Trotz kräftig investierter Summen bleibt Cyberrisiko die Achillesferse vieler Betriebe; ganze 40 Prozent sehen sich darauf nicht wirklich vorbereitet. Von ausreichender Finanzierung mal ganz abgesehen – fast ein Viertel der Chefs spricht sogar von zu wenig Budget für digitale Sicherheit.

Dass Wirtschaftskriminalität immer noch unterschätzt wird, verwundert angesichts der labilen Großwetterlage. Lediglich 7 Prozent der Entscheider machen sich ernsthaft Gedanken über Fraud. Und nur eine Minderheit von 13 Prozent investiert gezielt in Abwehr gegen die mit KI aufgerüsteten Betrüger – ohnehin ein Rückgang gegenüber den Vorjahren.

Markus Brinkmann aus dem BDO-Expertenteam zögert nicht: "Risiken drängen von allen Seiten – politisch, technologisch, wirtschaftlich. Das lässt keinen Raum mehr für Zaudern. Wer nicht mutig und offensiv vorgeht, wird abgehängt – auch ohne vollständige Informationslage."

Betrugsfallen im digitalen Zeitalter

Die Unsicherheit auf dem Parkett der Weltwirtschaft ist ohnehin schon hoch, gegenwärtige Krisen legen aber noch eine Schippe drauf. Durch Lieferkettenprobleme, Verschiebungen auf dem geopolitischen Spielfeld, neue Klimaauflagen und sich ständig ändernde Regulierungen werden Risiken undurchsichtig – und Betrugsgefahren wachsen. Brinkmann warnt: "Digitale Prozesse und neue Systeme sind Segen und Fluch zugleich, wenn Unternehmen ihre Hausaufgaben beim Schutz nicht machen." Fazit: Kontinuierliche Überprüfung und Anpassung der Maßnahmen ist Pflicht, denn die Angreifer schlafen nicht und werden immer raffinierter.

Der vollständige Bericht steht übrigens hier zum Download: BDO_GRL26_GERMANY.pdf

Was steckt hinter der Studie?

Bevor jetzt der Einwand kommt, das seien doch alles nur Bauchgefühle: Die Autoren arbeiteten auf Basis von 500 Interviews mit Führungspersönlichkeiten – aus Branchen wie Finanzen, Gesundheit, Energie, Produktion und mehr. Die Teilnehmer kamen ausschließlich aus Unternehmen mit mindestens 500 Beschäftigten und >100 Mio. US-Dollar Jahresumsatz. Die Erhebung lief von Dezember 2025 bis Januar 2026 – also mitten im nächsten Stresstest der Weltlage.

Für Rückfragen steht bei BDO Sebastian von Sobbe gerne bereit: Telefon: +49 40 30293-903 oder per E-Mail: presse@bdo.de

Quelle: BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft via news aktuell

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In einer Welt, in der kleine Ursachen oft große globale Risiken auslösen – man denke etwa an Cyberattacken, Lieferkettenabrisse oder politische Schachzüge zwischen Machtblöcken – wirft der "Global Risk Landscape 2026"-Bericht einen kritischen Blick auf die Anpassungsfähigkeit heutiger Unternehmen. Die Untersuchung mahnt eindringlich: Wer bei Governance, Compliance und Risikokultur nicht radikal umdenkt, fällt zurück, gerade weil neue Angriffsarten wie KI-basierter Betrug zunehmend außerhalb herkömmlicher Kontrollrahmen liegen. Die Studienmacher fordern eine 'konnektive' Zusammenarbeit zwischen Risikoabteilungen, aber auch neue Denkweisen: Fehlerfreundlichkeit, agiles Handeln und das Akzeptieren von Unsicherheit müssen zum Managementalltag gehören. Ergänzend berichtet die aktuelle Berichterstattung von www.spiegel.de, dass insbesondere geopolitische Entwicklungen – jüngst verstärkte Spannungen zwischen China und den USA sowie verschärfte EU-Regulierungen zur KI – das Risikoportfolio europäischer Unternehmen durcheinanderwirbeln. Zusätzlich verweisen Analysen der www.sueddeutsche.de auf die hohe psychische Belastung in Führungsetagen, weil existenzielle Unsicherheiten strategische Entscheidungen lähmen können. Und laut den Cybersecurity-Trends von www.t3n.de gewinnen offene, kollaborative Sicherheitsnetzwerke an Bedeutung, um digitaler Wirtschaftskriminalität begegnen zu können.

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