Kretschmer sieht in der aktuellen Brandmauer-Strategie der CDU gegen die AfD ein gefährliches Verharren: Sie verhindert nicht den Aufstieg der Rechtspopulisten, sondern vertagt nur notwendige politische Veränderungen. Entscheidend, meint er, sei nicht nur das Festhalten an Abgrenzung, sondern das Offenlegen und Beheben der Ursachen für die wachsende Unzufriedenheit vieler Bürger, die ihre Stimme der AfD geben. Angesichts aktueller Wahlentwicklungen – etwa in Ostdeutschland, wo AfD-Kandidaten lokal über 50 Prozent erzielen – fordert Kretschmer, nicht länger auf symbolische Distanz zu setzen; vielmehr müsse die CDU eigene Versäumnisse aufarbeiten und endlich echte Problemlösungen bieten, um das Übergreifen rechter Politik einzudämmen. Zusätzlich betonen mehrere Medien, wie die Sorgen vor einer bröckelnden Brandmauer in den letzten Tagen an Bedeutung gewinnen. Aktuelle Schlagzeilen drehen sich vielfach um die zunehmende Normalisierung der AfD und den damit einhergehenden politischen wie gesellschaftlichen Druck auf die demokratischen Parteien, sich neu zu sortieren und ihre Kernthemen glaubwürdig zu besetzen. Etliche Stimmen warnen: Bleibt die Reaktion halbherzig, könnten weitere Regionen kippen – mit weitreichenden Konsequenzen für das politische Gleichgewicht in Deutschland.