Schnieder erwägt weitere Maßnahmen zur Dämpfung der Spritpreise

Trotz grundsätzlicher Skepsis gegenüber einer Verlängerung des Tankrabatts prüft Verkehrsminister Patrick Schnieder (CDU), ob zusätzliche Schritte nötig sind, um steigende Spritkosten in den Griff zu bekommen.

heute 11:50 Uhr | 2 mal gelesen

Verkehrsminister Schnieder äußerte sich im Gespräch mit dem Nachrichtensender 'Welt' zurückhaltend, schloss aber Gegenmaßnahmen bei starken Preissprüngen nicht aus. Explizite Details zu den möglichen Instrumenten ließ er offen und betonte, künftige Maßnahmen könnten gezielter ausfallen als in der Vergangenheit. 'Wir haben nicht grundlos den Tankrabatt befristet eingeführt, er läuft ja nun aus. Die nächsten Tage werden zeigen, wie sich das alles entwickelt – Preise, Stimmung, Bedarf. Wir wägen noch ab, was eventuell passieren muss. Die Gespräche laufen', sagte Schnieder. Eine pauschale Erwartungshaltung, der Staat müsse für jede Krise alles auffangen, kritisierte er offen, sah aber durchaus Raum für weiteren Handlungsbedarf, falls die Situation es erfordert. 'Der Tankrabatt ist allein mit 1,6 Milliarden Euro schon ein Riesenbrocken. Das auf Dauer zu stemmen, ist illusorisch', argumentierte Schnieder. Dennoch will er angesichts der aktuellen Lage Handlungsoptionen offenhalten. Forderungen aus den Ländern, vor allem auch von CDU-Kollegen wie Berlins Regierungschef Kai Wegner, nach Verlängerung des Tankrabatts nahm er zur Kenntnis, verwies aber auf die finanzielle Belastung des Bundes: 'Die Länder fordern leicht, aber am Ende muss der Bund zahlen.' Deshalb prüfe man selektivere Unterstützungsmöglichkeiten.

Der Verkehrsminister Patrick Schnieder deutet an, dass bei weiter steigenden Spritpreisen nochmals eingegriffen werden könnte – auch wenn die Verlängerung des teuren Tankrabatts eher unwahrscheinlich ist. Stattdessen stellt er zielgenauere Maßnahmen in Aussicht. Schnieder betont immer wieder, dass es Grenzen staatlicher Hilfen gibt, aber die Entwicklung aufmerksam beobachtet wird. Zusätzlich recherchierte Infos: In den letzten Tagen bleibt das Thema Spritpreise hauptsächlich wegen der geopolitischen Unsicherheiten und anstehender Energiesteuern in der öffentlichen Debatte. Experten warnen davor, dass eine langfristige Subvention wie der Tankrabatt die notwendigen Strukturänderungen im Verkehrssektor ausbremst. Gleichzeitig werden in der Politik gezielte Entlastungen für Pendler und einkommensschwache Haushalte diskutiert. Überregionale Medien berichten unterdessen über die Spaltung zwischen Bund und Ländern im Umgang mit der Spritpreiskrise sowie neue Vorschläge der Ampelparteien für mehr Wettbewerb an Tankstellen.

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