Schwerdtner kritisiert die Diskrepanz zwischen den positiven Tönen von Friedrich Merz zur deutschen Wirtschaftslage und der tatsächlich angespannten Situation in Teilen der Industrie, insbesondere bei VW. Ihr Hauptvorwurf: Merz lasse die großen Ängste um Arbeitsplätze links liegen und gebe sich in außenpolitischen Fragen, wie dem Nato-Gipfel, zu unkritisch, vor allem in Bezug auf Bedrohungen durch Akteure wie Donald Trump. Zur Ergänzung: In aktuellen Nachrichten wird berichtet, dass die Unzufriedenheit in der Industrie wächst, gerade vor dem Hintergrund der schwächelnden Konjunktur, Preisdruck und anhaltender politischer Unsicherheiten, wie aus Berichten der Süddeutschen, taz und FAZ hervorgeht. In der Industrie mehren sich Streikdrohungen und Kritik an mangelndem politischen Eingreifen, insbesondere bei drohendem Jobverlust in Kernbranchen. Auch außenpolitisch wächst Unruhe, weil transatlantische Unsicherheiten unter Trump und Unsicherheiten im Umgang mit Iran und Russland anhalten. Unterdessen sucht die Ampel-Regierung noch immer nach einem klaren Kurs, um soziale und wirtschaftliche Stabilität zu sichern – was laut den Kommentaren vieler Beobachter noch nicht wirklich gelingt.