Sommerzeit = Krimizeit: Wie der Ferienbeginn Deutschlands Leselust steuert

Sobald der Sommer vor der Tür steht, richten sich die Blicke vieler Deutscher auf packende Kriminalromane und Thriller. Laut neuesten Zahlen des Second Hand-Kaufhauses medimops steigt die Nachfrage nach dieser Literatur von Januar bis Juni stetig, vor allem im Ruhrgebiet und Saarland – ein wiederkehrendes Phänomen der letzten Jahre.

heute 09:53 Uhr | 2 mal gelesen

Krimis im Westen, Romane in der Hauptstadt – So unterschiedlich liest das Land

Einmal mehr zeigt sich: Das Ruhrgebiet und das Saarland sind Deutschlands Krimihochburgen. Im Ranking der Städte mit der größten Krimileidenschaft klettern Orte wie Mönchengladbach, Saarbrücken und Essen auf die Spitzenplätze. Berlin kontert mit einer Vorliebe für Belletristik – dort landet der klassische Roman häufiger im Einkaufswagen als andernorts, dicht gefolgt von Hamburg und München. Und noch eine regionale Besonderheit: Insbesondere im Süden blüht der Markt für Bücher über Esoterik und Spiritualität, was irgendwie gut ins Bild der lattebecherten Alpenränder passt.

Interessant: Im Verlauf der ersten sechs Monate gewinnen auch Liebesgeschichten und Jugendbücher an Boden, während Kochbücher und Ratgeber langsam ins Abseits geraten. Offenbar verlangt der Sommer nach Geschichten, die entführen, berühren oder einfach mal abschalten lassen.

Wer ermittelt oder liebt 2026?

Die Bestsellerlisten liefern ein bekanntes, aber nie langweiliges Bild: Im Krimigenre gewinnen diesmal Figuren, die fernab vom Standard-Detektivklischee ermitteln – etwa in Leonie Swanns „Glennkill“, wo Schafe (!) den Mord am Schäfer knacken. Auch Freida McFadden sorgt mit „Wenn sie wüsste“ und „Der Freund“ für atemloses Umblättern. Liebesromane? Da hält das Publikum Titel wie „Stay away from Gretchen“ von Susanne Abel oder „Unser Tag ist heute“ von Virginie Grimaldi fest umklammert. Bemerkenswert: Die Verfilmungen dieser Bücher (beispielsweise „Fünf Sommer mit dir“ als Prime-Serie) bringen den Verkauf zum Summen – ein Beweis, wie sehr Streaming und Lesen Hand in Hand gehen.

Wer sich das Sommerurlaubsbudget strecken möchte: Bei medimops und momox gibt es Second Hand-Bücher, ordentlich geprüft und oft bis zu 70% günstiger als frisch gedruckt. Mehr als vier Millionen Titel und Medien warten dort auf neue Besitzerinnen und Besitzer.

Sekundenkurz zur Firma

Die momox SE startete 2004 in Berlin und wuchs zum größten Second Hand-Konzern Europas – mit über 2.100 Beschäftigten und Millionen verkauften Büchern, Filmen, CDs und Kleidern jährlich. Der Clou: Gebraucht kaufen bietet nicht nur Schnäppchenpotenzial, sondern schont auch Klima und Ressourcen – ein Slogan, der in Zeiten hitziger Nachhaltigkeitsdebatten immer besser klingt.

Kontakt für die Presse: Miriam Walter (presse@momox.biz)

Die Ferienzeit verändert das Leseverhalten der Deutschen spürbar – im Frühsommer zeigen besonders Krimis und Thriller starke Zuwächse, vor allem in westlichen Bundesländern wie dem Ruhrgebiet und Saarland. Liebesromane und Jugendbücher genießen ebenfalls wachsende Beliebtheit, während praktische Ratgeber und Kochbücher zurückbleiben. Bestseller werden zusätzlich von Verfilmungen beeinflusst: Titel, die gerade als Serie oder Film laufen, erleben einen deutlichen Nachfrageschub. Die medimops-Statistik verdeutlicht, wie stark Unterhaltungsliteratur – insbesondere mit überraschenden Figuren oder emotionalem Tiefgang – zum Abschalten in der warmen Jahreszeit beiträgt. Der nachhaltige Second-Hand-Buchmarkt boomt weiter, was angesichts der steigenden Papierpreise und wachsender Umweltbedenken bemerkenswert ist. In aktuellen Branchennachrichten wird zudem gemeldet, dass der deutsche Buchmarkt insgesamt stabil bleibt, sich aber zunehmend auf digitale und gebrauchte Angebote verlagert. Weiterhin diskutieren Expertinnen und Experten, wie der Streaming-Boom das Leseverhalten beeinflusst – oft fungiert ein Serienerfolg als Turbo für die Verkaufszahlen der Buchvorlagen. Diese Entwicklungen lösen auch Debatten über den Stellenwert klassischer Literatur bei jungen Lesenden aus.

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