Sozialverband drängt auf unabhängiges Bafög für Studierende

Der Sozialverband Deutschland (SoVD) lobt die geplante Überarbeitung des Bafögs, betont jedoch die Notwendigkeit einer Förderung, die nicht vom Einkommen der Eltern abhängt.

12.08.26 10:04 Uhr | 28 mal gelesen

Manchmal frage ich mich ja, wie oft in deutschen WG-Küchen über Bafög geschimpft wird – wahrscheinlich täglich. Die Vorsitzende des SoVD, Michaela Engelmeier, brachte jetzt jedenfalls in der 'Rheinischen Post' aufs Tableau, dass die Bafög-Reform nicht nur begrüßenswert, sondern überfällig ist – und zwar schnell. Denn für viele junge Menschen ist das Elternhaus nicht der sprudelnde Geldbrunnen, der Studium und Lebenshaltungskosten decken könnte. Gerade die Mietpreise in Städten wie München oder Berlin – naja, das ist schon eine andere Liga. Engelmeier pocht deshalb darauf: ein echtes, elternunabhängiges Bafög ist dringend nötig. Ihr Argument ist simpel, aber einleuchtend: Wenn wir Fachkräfte und Innovation wollen, dann müssen wir dafür sorgen, dass Bildung zugänglich und Wohnen bezahlbar bleibt – alles andere ist eine Illusion. Übrigens, das Thema steht am Mittwoch wieder einmal auf der Tagesordnung des Bundeskabinetts. Ob’s dieses Mal tatsächlich Fortschritte gibt? Man weiß es ja nicht.

Die Debatte um die Bafög-Reform flammt wieder auf, insbesondere mit Blick auf Chancengleichheit im Bildungssystem. Sozialverbände wie der SoVD fordern, dass die finanzielle Unterstützung von Eltern abgekoppelt werden muss, um gerade finanziell unabhängigen Studierenden faire Bildungschancen zu ermöglichen. Besonders in Großstädten machen hohe Lebenshaltungskosten und Mieten ein unabhängiges Bafög immer dringlicher; laut aktuellen Berichten steigen nicht nur die Mietpreise rasant, sondern auch die Zahl der Studierenden, die nebenbei arbeiten müssen, um über die Runden zu kommen. Neben dem SoVD verlangen auch andere Organisationen und zunehmend Studierende selbst nach einer grundlegenden Umgestaltung des Systems – in Richtung echte Eigenständigkeit. Laut neueren Medienquellen sollen durch die kommende Reform die Zugangsbedingungen erleichtert und die Fördersätze angepasst werden. Zahlreiche Studierende, die ihre Ausbildung oder ihr Studium ansonsten nicht stemmen könnten, wären betroffen.

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