SPD hält am eigenen Kurs für Social-Media-Beschränkungen fest

Trotz anderslautender Empfehlungen der Expertenkommission bleibt die SPD-Bundestagsfraktion eisern bei ihrem Plan: Ein Verbot von Social Media für bestimmte Altersgruppen bleibt für die Partei auf der Agenda. Johannes Schätzl, der für Digitalpolitik zuständige Sprecher, betont, dass Kinder und Jugendliche besonders schützenswert sind.

heute 12:55 Uhr | 3 mal gelesen

Die Expertenkommission zum Jugendschutz im Netz gibt mehrere Möglichkeiten vor, lässt aber Interpretationsspielraum – und den möchte die SPD ganz klar nutzen. 'Wenn Plattformen ihrer Verantwortung nicht gerecht werden, bringen wir Schutzmaßnahmen stärker ins Spiel', stellt Schätzl klar. Der Abgeordnete, auf dessen Initiative das Positionspapier "Sichere Soziale Medien" beruht, sieht vor allem die Politik in der Pflicht, die Schutzmaßnahmen einzufordern und durchzusetzen. Die Sozialdemokraten setzen sich weiterhin für verbindliche und strenge Regeln ein: Für Kids bis 14 Jahre soll Social Media tabu werden – mit echtem Altersnachweis, ohne Daten-Lecks. Außerdem will die Partei mehr Freiheit bei Empfehlungssystemen, ein Limit bei süchtig machendem Design und – nicht zu vergessen – echte Medienbildung, und zwar für alle: Kinder, Lehrer, Eltern. Viele Anbieter verdienen gutes Geld damit, dass Nutzer:innen möglichst lange auf Plattformen kleben bleiben. Deshalb fordert Schätzl: Wer solche Mechanismen nutzt, muss sich an Gesetze halten, die genau das beenden wollen. Nicht erst einmal – sondern dauerhaft. Interessant ist: Wie die SPD die Akzeptanz der Elternschaft und die technische Umsetzbarkeit gewährleisten will, bleibt noch offen.

Die SPD im Bundestag stemmt sich gegen Empfehlungen, die pauschale Social-Media-Verbote für Kinder in Frage stellen, und hält an restriktiven Vorschlägen fest. Schätzl unterstreicht die Dringlichkeit gesetzlicher Maßnahmen, um junge Nutzer zu schützen und Plattformen zu mehr Verantwortung zu bewegen, was unter anderem mit strikter Altersprüfung, Beschränkungen für Suchtmechanismen und mehr digitaler Bildung einhergehen soll. Neuere Meldungen zeigen, dass das Thema europaweit und auch in Fachkreisen kontrovers diskutiert wird – einerseits sehen einige ein komplettes Verbot als schwer umsetzbar und warnen vor Ausweichbewegungen, andererseits nehmen Fälle von Cybermobbing und problematischer Social-Media-Nutzung weiter zu. Aktuell wurde im Bundestag erneut angeregt, das Kinder- und Jugendmedienschutzgesetz zu reformieren und sich mit europäischen Nachbarn für härtere Vorgaben abzustimmen. Kürzlich veröffentlichte Studien werfen zudem Fragen zu möglichen Umgehungsstrategien der Anbieter und technischen Lücken beim Altersnachweis auf.

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