Steinmeier ruft zu mehr Engagement für Demokratie auf

Frank-Walter Steinmeier, der Bundespräsident, appelliert an alle Bürgerinnen und Bürger in Deutschland, sich stärker für den gesellschaftlichen Zusammenhalt und die Grundwerte der Demokratie zu engagieren.

heute 06:18 Uhr | 4 mal gelesen

In einem Gastbeitrag für die Funke-Mediengruppe – erschienen am Mittwoch – macht Steinmeier keinen Hehl daraus, wie entscheidend bürgerschaftliches Engagement für Deutschlands Zukunft sei. Seiner Meinung nach genügt es längst nicht, das Grundgesetz nur als Text im Bücherregal abzulegen und zu feiern. Demokratie lebt – oder stirbt – mit Menschen, die sie verteidigen, die sich im Alltag für Menschlichkeit, Freiheit sowie Gleichberechtigung einsetzen – durchaus auch mal unbequem. Vielleicht klingt das fast oldschool, aber Steinmeier wünscht sich, das Jubiläum des Grundgesetzes nicht in steifen Festakten zu »verwalten«, sondern fröhlich, bunt und möglichst dezentral zu feiern – überall sollen Bürger die Möglichkeit haben, mitzuwirken. Daher hat er den 23. Mai kurzerhand zum »Ehrentag« des bürgerschaftlichen Engagements gemacht, als Startschuss für eigene Aktionen – egal, ob man allein anpackt, im Verein, im Unternehmen oder in der Nachbarschaft. Steinmeier spart allerdings nicht mit Warnungen: Demokratie, so sagt er, werde aktuell von vielen Seiten herausgefordert, Extremisten versuchten bewusst, Hass zu schüren und das Miteinander zu vergiften. Gerade weil Debatten aggressiver werden, blickt er aber mit Respekt und Hoffnung auf diejenigen, die sich ehrenamtlich für eine offene Gesellschaft einbringen. Diese Menschen, findet er, sollten jetzt besondere Rückenstärkung erfahren.

Steinmeier betont, dass die Demokratie nicht selbstverständlich sei und stets von Bürgern getragen werden müsse, die auch in schwierigen Zeiten für ihre Werte einstehen. Das Grundgesetzjubiläum sieht er als Chance, neu für gesellschaftlichen Zusammenhalt zu begeistern und bürgerschaftliches Engagement zu bestärken. Angesichts zunehmender Anfeindungen und einer polarisierten Öffentlichkeit rückt der Bundespräsident die Vielen ins Rampenlicht, die sich trotz aller Widrigkeiten ehrenamtlich für ein respektvolles Miteinander einsetzen – und fordert mehr Unterstützung und Wertschätzung für sie. Recherchen zeigen zudem, dass das gesellschaftliche Klima in Deutschland weiterhin von Polarisierung und Vertrauensverlust geprägt ist, etwa im Zusammenhang mit politischen Extremen, Desinformation und der wiederholten Infragestellung demokratischer Organe. In aktuellen Beiträgen großer Nachrichtenseiten wird zudem hervorgehoben, dass Ehrenamt und zivilgesellschaftliche Initiativen immer häufiger unerlässliche Aufgaben für das Funktionieren lokaler Gemeinschaften übernehmen, etwa bei der Integrationshilfe oder sozialer Unterstützung. Es zeigt sich, dass Initiativen gegen Hass und Spaltung weiterhin auf breite gesellschaftliche Basis und kluge Strategien setzen – laut FAZ und anderen Blättern reicht dies von Bildungsprojekten bis zu Solidaritätsaktionen gegen Ausgrenzung.

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