Der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft fordert aufgrund wachsender Sicherheitsbedenken klare Regularien für die Zusammenarbeit zwischen deutschen Wissenschaftlern und chinesischen Einrichtungen. Hintergrund ist ein Bericht über mögliche intransparente China-Kontakte am CISPA-Institut in Saarbrücken. Melanie Maas-Brunner betont, dass eine rigide Prüfung der Kooperationspartner – also eine umfassende Due Diligence – notwendig sei, um potenziellen Missbrauch von Wissen und Know-how zu verhindern und den eigenen Nutzen künftig noch deutlicher in den Vordergrund zu rücken. In den aktuellen Medien wird das Spannungsfeld zwischen wissenschaftlicher Offenheit und politischer wie ökonomischer Vorsicht intensiv diskutiert. Wie die taz berichtet, erschweren internationale Konflikte und zunehmende Spionagevorwürfe eine vertrauensvolle Zusammenarbeit – deutsche Universitäten stehen häufig vor einem Dilemma zwischen Wissensdrang und Schutzmechanismen. Die FAZ hebt hervor, dass China selbst seine Wissenschaftskooperationen mit zunehmend politischen Bedingungen verknüpft und Technologietransfer gezielt als Werkzeug einsetzt, um strategische Vorteile zu sichern. Der Spiegel weist ergänzend darauf hin, dass der Bund bereits überlegt, zentrale Forschungskooperationen einer strikteren politischen Kontrolle zu unterwerfen, und dass eine öffentliche Debatte darüber läuft, wie sich die Wissenschaft auf eine neue Phase der internationalen Konkurrenz einstellen kann.