Ein bewaffneter Schüler erschoss an der Debsirin-Nonthaburi-Schule in Thailands Provinz Nonthaburi mindestens sechs Menschen und verletzte etwa 15 weitere, bevor er sich selbst tötete. Die Behörden gaben an, dass der Jugendliche zuvor bereits seine Großeltern erschossen hatte. Dieses schockierende Ereignis bringt erneut die Frage nach Waffenbesitz, Zugang zu Waffen für Jugendliche und psychischer Gesundheit in Thailand auf – ein Thema, das nach ähnlichen Vorfällen in Südostasien in jüngster Zeit auch in anderen Medien diskutiert wird. Neuere Berichte, etwa auf der Website The Nation Thailand, verweisen darauf, dass in Thailand in den letzten Jahren die Zahl der Zwischenfälle mit Schusswaffen an Schulen zugenommen hat – trotz des vergleichsweise strengen Waffenrechts. Expertinnen und Experten fordern daher schärfere Kontrollen und mehr psychosoziale Unterstützungsangebote an Schulen. Auch die gesellschaftliche Tabuisierung von psychischen Problemen sei ein Grund, warum Hilfsangebote oft nicht angenommen werden. Einige Stimmen lenken die Debatte zudem auf die Rolle sozialer Netzwerke, über die sich Jugendliche informieren und radikalisieren könnten.