Mit gewohnter Grandezza verkündete Trump nach dem Treffen mit Xi Jinping, China plane, enorme Mengen US-Waren zu importieren – angeblich 200 Boeing-Maschinen und Sojabohnen im Milliardenwert. Ob das wirklich so glatt über die Bühne geht? Man weiß es nicht; Gerade bei Zöllen – eigentlich ein Dauerbrenner im US-chinesischen Streit – blieb die große Klärung aus, wohl absichtlich übersprungen. Fast schon beiläufig erwähnte Trump, Xi hätte Amerika zur heißesten Nation erklärt, mit dem Zusatz, die USA hätten sich dank ihm 'wundersam' entwickelt. Auf Belege aus China wartete man hier allerdings vergeblich. Überdies versprach Trump, Xi würde keine Rüstung an den Iran liefern; auch das blieb von chinesischer Seite vage. Stattdessen verwies Peking darauf, generell Zurückhaltung im Waffenhandel an Länder mit laufenden Konflikten zu wahren. Zum Thema Iran bot Xi laut Trump sogar Unterstützung zur Deeskalation an. Weit weniger konziliant äußerte sich Xi zur Taiwan-Problematik: Er machte deutlich, dass Taiwan für China eine äußerst heikle Angelegenheit sei und warnte vor möglichem Streit, sollte Washington zu sehr in der Sache auf Konfrontation bestehen. Wie die Beziehungen zwischen China und den USA wirklich weitergehen, bleibt nach der Ausstattung mit schönen Worten auf diplomatischer Bühne offen.
Trumps jüngster China-Besuch brachte zwar freundliche Rituale und große Handelsversprechen, doch substanziell bleiben viele Punkte ungeklärt. Vor allem heikle Themen wie Zölle und der Umgang mit Taiwan wurden entweder ausgespart oder nur vage angesprochen – gerade das Thema Taiwan blieb ein empfindlicher Knackpunkt, der von Xi Jinping explizit hervorgehoben wurde. Nach aktuellem Stand ist nicht zu erwarten, dass sich kurzfristig grundlegende Veränderungen in den US-chinesischen Beziehungen ergeben, zu groß sind politischer Druck und strategischer Argwohn auf beiden Seiten. Neuere Medienberichte heben hervor, dass China zuletzt seine Investitionen in den USA deutlich reduziert und sich gegenüber amerikanischen Unternehmen zunehmend abschottet. Parallel dazu wächst aufseiten der USA die Skepsis gegenüber Technologieimporten aus China, was jüngst zu neuen Einschränkungen beim Verkauf von IT-Komponenten geführt hat. Nicht unerwähnt bleiben sollte zudem, dass Experten und einige Journalisten offen bezweifeln, ob die zugesagten Milliarden-Aufträge aus China überhaupt mehr als diplomatisches Theater sind.