Verband: Spritpreise bleiben wohl länger hoch – keine rasche Entspannung in Sicht

Trotz positiver Entwicklungen wie einem neuen Abkommen mit dem Iran rechnet der Chef des Branchenverbands Fuels und Energie, Christian Küchen, nicht mit einer schnellen Rückkehr zu alten Spritpreisniveaus. Zwar gibt es Hoffnungen am Markt, doch echte Entlastung bleibt aus.

15.06.26 08:51 Uhr | 6 mal gelesen

Um ehrlich zu sein: Wer momentan darauf hofft, dass Tanken wieder so günstig wird wie vor den jüngsten Krisen, hat vermutlich eine lange Durststrecke vor sich. Christian Küchen, Kopf des Wirtschaftsverbands Fuels und Energie, sieht zwar ermutigende Signale – gerade, nachdem eine Einigung mit dem Iran gelungen ist –, aber viel mehr als Lichtschimmer am Ende eines sehr langen Tunnels sind das seiner Meinung nach nicht. Raffinerien und Förderanlagen sind vielerorts noch beschädigt, Kapazitäten fehlen, und selbst wenn jetzt das rein politische Tauwetter einkehrt, holen die Anlagen nicht im Handumdrehen ihre einstigen Mengen auf. 'Ich rechne ehrlich gesagt nicht damit, dass wir die alten Spritpreise so bald wieder sehen', so Küchen. Preisspitzen habe der Markt zwar hinter sich gelassen, doch das Niveau bleibt erstmal erhöht. Alles andere wäre auch fast wundersam – immerhin sprechen wir hier von weltweiten Schäden an der Energie-Infrastruktur und nicht von ein paar einfachen Stellschrauben. Nebenbei gefragt: Ist es nicht seltsam, wie sehr das Glück an der Zapfsäule mittlerweile von politischen Deals am anderen Ende der Welt abhängt? Vielleicht kommt ja eines Tages der Moment, an dem wir lieber über das Ausbauen regenerativer Energien nachdenken.

Der Hauptgeschäftsführer des Wirtschaftsverbands Fuels und Energie, Christian Küchen, sieht trotz der jüngsten positiven Signale nach dem Iran-Deal keine schnelle Rückkehr zu den alten Spritpreiszahlen. Laut Küchen sorgen vor allem zerstörte Raffinerien und Förderungseinrichtungen für eine anhaltende Knappheit auf dem Weltmarkt, weshalb die Preise noch für Monate bis vielleicht Jahre auf erhöhtem Niveau bleiben dürften. Ergänzend lässt sich aus aktuellen Recherchen sagen, dass auch Analysten großer Rohstoffhäuser und Energieexpert:innen betonen, wie sehr geopolitische Unsicherheiten und schleppende Infrastrukturreparaturen jegliche Hoffnungen auf eine baldige Normalisierung der Spritpreise dämpfen. Zusätzlich wird international beobachtet, dass temporäre Schwankungen beim Rohölpreis die Preise an der Tankstelle zwar kurzfristig beeinflussen, aber strukturelle Engpässe das höhere Preisniveau stützen.

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