Im Alltag schlüpft jeder in verschiedene Rollen: Vater, Freundin, Chef, Mitbewohnerin — die Liste ließe sich nahezu endlos fortsetzen. Grundsätzlich gehört das dazu, es ist ein bisschen wie ein improvisiertes Theaterstück, bei dem keiner so recht weiß, wer eigentlich das Drehbuch geschrieben hat. Knifflig wird's dann, wenn die Rolle zur Maske wird, die sich kaum mehr ablegen lässt. Man passt sich an, sagt Ja, obwohl es innerlich Nein schreit, und jongliert mit Erwartungen, um Dazuzugehören oder nicht anzuecken. Was harmlos beginnt, wird oft zu einer Routine, die ein Eigenleben entwickelt. Je länger man fremde Vorstellungen erfüllt, desto leiser wird die eigene Stimme — bis sie manchmal ganz verschwindet.
Saeed Habibzadeh, der sich seit langem mit dem Wechselspiel von Anpassung und Selbstentfremdung befasst, weiß: Der Weg zurück beginnt mit Ehrlichkeit. Nicht zu anderen, sondern zu sich selbst. Menschen geraten in die Falle, weil sie glauben, es bräuchte diese dauernde Maskerade: um Konflikten aus dem Weg zu gehen, um nicht verlassen zu werden, um gebraucht zu werden. Ironie am Rande: Je mehr man tut, desto weniger fühlt es sich nach Leben an.
Der Ausstieg, meint Habibzadeh, ist ein Prozess mit holprigen Etappen. Zuerst heißt das: Auf Pause drücken. Einfach mal spüren — was nervt mich eigentlich regelmäßig? Wo fühle ich mich lebendig, wo lähmt mich das ewige Spielen? Dann der zweite, unbequemere Teil: Die gewohnten „So-muss-ich-sein“-Aussagen hinterfragen. Wer genau will, dass ich diese Rolle spiele? Ist das wirklich meine Idee vom Leben?
Das Herausfinden der echten Bedürfnisse ist wie das Sortieren eines alten Kellers. Nicht alles, was da seit Jahren herumliegt, ist noch nützlich oder wirklich der eigene Besitz. Vieles kommt von außen, wurde übernommen. Erst wenn ich beginne, bewusst zu unterscheiden, was mir entspricht und was nicht, keimt so etwas wie Selbstbestimmung. Nun kann man Schritt für Schritt testen: Was tut mir auf lange Sicht wirklich gut, was laugt mich bloß aus?
Es braucht Mut, die eigenen Interessen wieder ins Spiel zu bringen. Mehr Klarheit heißt nicht, dass alles unkomplizierter wird — im Gegenteil: Die Sachen, die einen lähmen, poppen oft erst richtig hoch. Ironischerweise fühlen sich ehrliche Beziehungen manchmal wackeliger an als die alten, eingespielten, weil das Muster fehlt. Aber: Niemand ist perfekt, und es genügt schon, sich ein Stück mehr zuzuhören. Wer Unterstützung sucht, kann Programme wie Matrix Clean und Blume Gottes als „innere Putzhilfe“ nutzen — der Trick ist, die Scheuklappen Stück für Stück zu lösen.
Kurios eigentlich: Freiheit beginnt an dem Punkt, wo man sich endlich wieder erkennt, auch wenn das vielleicht erst mal Chaos ins Gewohnte bringt. Da schmeckt das Leben plötzlich wieder nach etwas — nicht nach Erwartungen, sondern nach eigenem Entwurf. Und vielleicht merkt man dabei, dass man raus aus der Rollenfalle nicht alleine muss. Möglichkeiten, sich da begleiten zu lassen, gibt’s mittlerweile zuhauf. Entscheidend ist am Ende, einfach wieder der eigenen Stimme mehr Raum zu geben — und zuzulassen, dass Unvollkommenheit auch Freiheit bedeuten kann.
Viele Menschen verlieren sich im Lauf der Jahre in den Rollenspielen des Alltags, weil sie stetig Erwartungen von außen erfüllen, statt ihren eigenen Bedürfnissen zu folgen. Durch Programme wie Matrix Clean oder spezifische Coaching-Ansätze, die z. B. von Saeed Habibzadeh entwickelt wurden, lässt sich der Prozess, sich selbst wiederzufinden, strukturiert angehen: Das bewusste Hinterfragen von Routinen, ehrliche Selbstbeobachtung und der Mut, eigene Bedürfnisse sichtbar zu machen, stehen dabei im Mittelpunkt. Ergänzende Recherchen zeigen, dass das Vermischen privater und beruflicher Rollen, die Zunahme von Remote-Arbeit sowie gesellschaftlicher Erwartungsdruck (wie z. B. in der Debatte um "innere Kündigung") derzeit intensiv diskutiert werden. In aktuellen psychologischen Studien wird auch auf den Zusammenhang zwischen Rollenkonflikten, mentaler Gesundheit und Arbeitszufriedenheit hingewiesen (siehe z.B. der Beitrag auf https://www.sueddeutsche.de zum Stichwort 'Selbstfürsorge' im Arbeitsleben, Stand Juni 2024). Besonders im Kontext von Burnout und "Quiet Quitting" (stille Kündigung) raten Expert:innen zu mehr Selbstreflexion, klaren Grenzen und professioneller Begleitung. Die gesellschaftliche Diskussion dreht sich inzwischen häufig darum, wie man aus Umfeldern aussteigt, die auf permanenter Anpassung beruhen, ohne dabei notwendige soziale Bindungen zu riskieren.