Wer hätte gedacht, dass dieses Spiel so lange auf Messers Schneide stehen würde? Japan, mit kompakter Verteidigung und einer angenehmen Portion Selbstbewusstsein, setzte Brasilien zugesetzt – und begeisterte in der 29. Minute, als Kaishu Sano einen Ballgewinn an der Mittellinie mit einem Solo krönte und die Kugel aus 18 Metern ins Netz jagte. Die Brasilianer hingegen wirkten stellenweise fast ratlos. Erst nach der Pause, offensichtlich angefeuert von der Dringlichkeit, wurde der Druck erhöht. Casemiro nickte eine akkurate Hereingabe von Gabriel Magalhaes zum Ausgleich ein – ein kleiner Befreiungsschlag, aber mehr eben auch nicht, erst mal. Die Minuten verrannen, das Spiel schwankte, Japan hielt aufopferungsvoll gegen die brasilianische Angriffswucht. Und dann, in der Nachspielzeit: völlig unvermittelt feuerte Gabriel Martinelli nach feiner Vorarbeit von Bruno Guimaraes das 2:1 für Brasilien ins japanische Tor und setzte damit dem Spiel einen dramatischen Schlusspunkt. Die Japaner, emotional und körperlich stehend k.o., konnten sich vom brasilianischen Dauerdruck nicht mehr erholen. So ist Fußball manchmal: voller Gnadenlosigkeit und winziger Momente, die alles auf den Kopf stellen.
Das gestrige Spiel zwischen Brasilien und Japan im WM-Sechzehntelfinale erwies sich als nervenaufreibender Krimi, in dem Brasilien erst ganz spät den Sieg klarmachte. Nach einer überzeugenden ersten Hälfte der Japaner und überraschendem Führungstor durch Sano glich Brasilien in Hälfte zwei aus und gewann in allerletzter Minute durch Martinelli. Analysen verschiedener Fachportale zeigen, wie knapp und umkämpft die Partie war – und sie heben hervor, dass insbesondere Japans Defensivtaktik Brasilien vor ungewohnte Probleme stellte. Darüber hinaus diskutieren einige Stimmen die Wechsel- und Taktikentscheidungen der Trainer und betonen, wie wichtig Geduld und Konzentration in solchen K.O.-Spielen sind.