Wall Street im Abwärtstrend – Ölpreis legt deutlich zu

Donnerstagabend schlossen die US-Aktienmärkte schwächer. Der Dow Jones fiel laut Börsenstatistiken um fast ein Prozent auf etwa 53.885 Punkte. Auch der S&P 500 und der Nasdaq 100 rutschten ins Minus. Zeitgleich machte der Ölpreis einen unerwartet kräftigen Sprung – das Fass Brent verteuerte sich auf 82,69 Dollar. Hintergrund: Der Iran und Oman einigen sich auf neue Wege durch die Straße von Hormus.

06.08.26 22:19 Uhr | 46 mal gelesen

Diese neue Route könnte dem Iran mehr Einfluss über einen der wichtigsten maritimen Handelswege geben, vielleicht sogar dauerhaft. Gebühren könnte Teheran nun weiter forcieren – wirtschaftlich nicht unbedeutend. Das iranische Außenministerium warf, übrigens nicht zum ersten Mal, den USA Störmanöver vor und beklagte sich über eine Verschleppung der neuen Entwicklung. Parallel dazu zeigte der Euro am Abend Schwäche – 1,1523 Dollar war der Schlusskurs. Wer es bodenständig mag: Für den Dollar gab’s 0,8678 Euro. Gold zeigte sich fast unbeeindruckt, pendelte um 4.247 Dollar die Unze, also etwa 118,48 Euro je Gramm. Der Ölpreissprung, das sei am Rande gesagt, erinnert fast an eine Laune der Natur, die mehr mit Geopolitik als mit klassischer Ökonomie zu tun hat.

Die US-Börsen schlossen den Donnerstag überwiegend mit Verlusten ab – besonders stark war der Rückgang beim Dow Jones. Der Anstieg des Ölpreises steht im Zusammenhang mit politischen Entwicklungen, denn der Iran hat mit Oman eine Vereinbarung getroffen, die den Zugang zur Straße von Hormus neu regelt und damit potenziell eigene Einnahmen und Kontrolle stärkt. Beobachter vermuten, dass die Unsicherheit rund um die Meerenge und geopolitische Spannungen die Märkte nervös gemacht und zu den Ausschlägen bei Öl und den Börsenbelegen beigetragen haben. Außerdem gibt es Anzeichen, dass Anleger derzeit generell vorsichtiger agieren, da die US-Notenbank und internationale Institutionen teils widersprüchliche Signale zum Wirtschafts- und Zinsumfeld senden. Ergänzend wurde europaweit ein schwächerer Euro und ein stabiler Goldpreis registriert.

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