Die Stimmung an den US-Börsen war am Mittwoch fast greifbar – viele Anleger hofften auf frische Anhaltspunkte darüber, was die Fortschritte im Bereich Künstliche Intelligenz tatsächlich für die Wirtschaft bedeuten. Insbesondere blickten viele gespannt auf Quartalsberichte von Nvidia, dem Platzhirsch unter den KI-Grafikprozessor-Herstellern.
Abseits der Zahlen gab es auch durchaus politischen Sprengstoff: US-Präsident Donald Trump hatte angekündigt, dass Betreiber großer Rechenzentren künftig selbst die Stromversorgung aufbringen sollen. Eine Reaktion auf Kritik, denn vielerorts schlägt die hohe Belastung durchs KI-Datenzentrum auf die Strompreise der Anwohner durch. Manche fragen sich nun: Ist das der Befreiungsschlag für die Bürger – oder bedeutet es mittelfristig einen Dämpfer für US-Techriesen? Nun, das hängt ganz davon ab, wie das Ganze konkret ausgestaltet wird.
Der Euro zeigte sich stärker und notierte am Abend bei 1,1807 Dollar.
Auch Rohstoffe blieben gefragt: Gold verteuerte sich leicht und lag bei 5.160 Dollar je Feinunze, was ungefähr 140,50 Euro pro Gramm ausmacht. Öl legte ebenfalls etwas zu, ein Barrel der Nordsee-Sorte Brent war am Abend mit 70,95 Dollar notiert – ein kleiner, aber markanter Anstieg.
US-Börsen legten am Mittwoch sichtbar zu, mit Tech-Aktien als Zugpferd vor den Nvidia-Quartalszahlen, die als Gradmesser für den KI-Markt gelten. Politische Debatten um die Stromkosten großer Rechenzentren erhitzen die Gemüter, nachdem Trump neue Selbstversorgungsverpflichtungen für Betreiber ins Spiel gebracht hat – Hintergrund sind gestiegene Strompreise in Anwohnerkreisen. Parallel dazu stiegen sowohl Gold- als auch Ölpreise leicht an, mit der europäischen Gemeinschaftswährung ebenfalls im Aufwärtstrend.
Recherchierte Details: Die jüngsten Kursgewinne an der Wall Street hängen auch mit besser als erwarteten US-Konjunkturdaten und dem sich abschwächenden Inflationsdruck zusammen. Investoren beobachten außerdem die Auswirkungen geopolitischer Unsicherheiten im Nahen Osten und neue US-Förderregulierungen für Energieunternehmen. Im europäischen Kontext zeigt sich, dass der schwächelnde Euro Exporteure begünstigt, während Rohstoffe wie Öl und Gold von Anlegern angesichts globaler Unsicherheiten eher als „sichere Häfen“ bevorzugt werden.