Warnung vorm Grillen drinnen: Unsichtbare Gefahr durch Kohlenmonoxid

Sommerzeit ist Grillzeit – keine Frage. Doch während draußen das Würstchen brutzelt, lauert drinnen eine oft übersehene Gefahr. Was als gemütliches Grillvergnügen beginnt, kann im falschen Moment und bei plötzlich einsetzendem Regen auf einmal lebensgefährlich werden.

heute 09:05 Uhr | 3 mal gelesen

Bloß nicht: Grill und Wohnung – eine riskante Mischung

Die Initiative "CO macht KO" gibt einen klaren Rat, den wirklich jeder beherzigen sollte: Grills – egal ob Holzkohle oder Gas – gehören niemals in Innenräume. Nicht in die Garage, nicht in den Wintergarten, eigentlich auch nicht unter ein dichtes Dach oder ins Gartenhaus, jedenfalls nicht ohne gründliche Durchlüftung. Klingt vielleicht übertrieben, ist es aber nicht.

Kohlenmonoxid: Wenn die Gefahr lautlos kommt

Warum all diese Aufregung? Kohlenmonoxid ist ein geruchloses, unsichtbares Gas, das beim Grillen unbemerkt entstehen und sich in geschlossenen oder halboffenen Räumen anreichern kann. Die Folge: Schon geringe Mengen reichen aus, um ernste Vergiftungen hervorzurufen – und die Symptome kennt kaum einer auf Anhieb.

Marc Zellerhoff, dessen tägliches Brot als Notarzt unter anderem das Retten von Grillfans ist, sagt dazu: "Jeden Sommer geraten Menschen in echte Not, weil sie ihren Grill in Innenräumen benutzen – manchmal aus Bequemlichkeit, manchmal aus Unwissen. Am Ende kann so ein Versehen fatale Folgen haben." Auch der Tipp des Fachmanns: Nach Gebrauch den Grill draußen stehen lassen, bis wirklich nichts mehr glimmt oder glüht – klingt simpel, ist aber lebenswichtig.

Sicher grillen: Worauf achten?

Also: Möglichst draußen grillen und, falls die Party lange dauert, den Grill auch nach dem Essen nicht hereinholen. Zusätzlich empfehlen Experten dringend einen CO-Melder im Haus zu installieren – sowas wie ein Rauchmelder, aber für Kohlenmonoxid. Viele Leute wissen gar nicht, wie leicht sie ohne merken zu können, in Gefahr geraten.

Wer steht hinter der Warnung?

Die Initiative "CO macht KO" gibt es seit 2018. Dort arbeiten eine ganze Menge Leute zusammen: Notärzte, Feuerwehrleute, Schornsteinfeger und Sicherheitsverbände. Sie alle bauen auf Aufklärung und – kein Witz – haben sogar Hersteller von CO-Meldern mit am Tisch, die wirklich wissen, worauf es ankommt.

Mehr Infos und passende Bilder gibt's unter www.co-macht-ko.de/presse

Kontakt: Claudia Groetschel, Initiative zur Prävention von Kohlenmonoxid-Vergiftungen, Tel. 030/44 02 01 30, Mail: info@co-macht-ko.de

Das Grillen unter freiem Himmel ist ein deutsches Kulturgut, birgt jedoch bei Unwetter oder aus Bequemlichkeit eine unterschätzte Lebensgefahr: Die unsichtbare Bedrohung durch Kohlenmonoxid, die schon nach kurzer Zeit zu verheerenden Vergiftungen führen kann. Aktuelle Berichte warnen, dass selbst kurzfristiges Aufstellen eines noch heißen Grills in geschlossene Räume Todesfälle auslösen kann – Symptome wie Kopfschmerzen, Schwindel und Übelkeit werden häufig erst spät erkannt. Forschung und Nachrichtenquellen betonen, dass die Zahl der tödlichen CO-Vorfälle im Sommer regelmäßig ansteigt, gerade weil Menschen sich der Gefahr nicht bewusst sind oder glauben, regelmäßiges Lüften reiche aus – dabei sind ausschließlich zertifizierte CO-Melder wirkungsvoll. Wer sicher gehen will, hält den Grill draußen, auch wenn's regnet, und sorgt für einen Kohlenmonoxidwarnmelder als unsichtbaren Wächter. Laut FAZ und Zeit liegen die häufigsten Fehleinschätzungen in der Wirkungslosigkeit provisorischer Lüftungsmaßnahmen und fehlgeleiteten Risikoeinschätzungen, gerade in Gemeinschaftsräumen oder auf Balkonien.

Schlagwort aus diesem Artikel