Nach einer lange Zeit wenig aufregenden Partie, mit ziemlich überschaubarem Offensivdrang beider Teams, hatte bis zur letzten Sekunde niemand ein Tor erzielt: sowohl nach der regulären Spielzeit, als auch nach der Verlängerung blieb es beim müden 0:0. Bezeichnend – die wohl beste Chance vor der Pause vergab Kolumbiens Puerta, doch Kobel bewies seine Klasse im Tor der Schweiz. Im Gegenzug warf Rieder einen gefährlichen Ball aufs kolumbianische Tor, aber auch Vargas war auf dem Posten. Nach der Pause wurde weiter meist zwischen den Strafräumen gespielt, nur phasenweise erhöhte Kolumbien den Druck. In der Verlängerung dann ein paar wackelige Momente für die Schweiz, aber die Defensive – irgendwie typisch für Schweizer Turniermannschaften – blieb geschlossen. Erst im Elfmeterschießen wurde die Angelegenheit entschieden, und am Ende hatten die Eidgenossen die ruhigeren Fäuste. Jetzt wartet am Samstag Argentinien im Viertelfinale – das dürfte ein ganz anderes Kaliber werden.
Schweiz und Kolumbien liefern sich im WM-Achtelfinale ein defensivgeprägtes Match, das nach torlosen 120 Minuten ins Elfmeterschießen geht. Gregor Kobel spielt dabei eine tragende Rolle mit entscheidenden Paraden, während Schweizer Schützen unter Druck die Oberhand behalten. Die Schweizer treffen im Viertelfinale auf Favorit Argentinien. In aktuellen Medienberichten werden vor allem die mentale Stärke und Disziplin der Eidgenossen hervorgehoben sowie das erneut auffällige Problem beider Teams, aus dem Spiel heraus gefährlich zu werden oder zwingende Chancen zu kreieren. Die Debatte um den Einsatz von VAR und den Nervenkitzel solcher Schicksalspartien zieht sich durch zahlreiche Pressestimmen. Nicht zuletzt steht die Frage im Raum, wie die Schweiz nach diesem kraftraubenden Krimi gegen das technisch starke Argentinien bestehen will.