Zwischen Durcheinander und Ordnung: Ein Blick auf ‚Chaos & Kosmos’ in Wien

Wien steht ab dem 17. November 2026 ganz im Zeichen der Ausstellung ‚Chaos & Kosmos’. Die Galerie Contemplor wird zum Treffpunkt von 25 internationalen Kunstschaffenden, die sich mit dem Spannungsfeld zwischen Unordnung und System auseinandersetzen. Kurator Hubert Thurnhofer eröffnet die Türen für Besucher täglich von 13 bis 19 Uhr – bis zum 24. November.

03.11.26 11:11 Uhr | 2 mal gelesen

Was passiert, wenn man das scheinbar Unvereinbare – Chaos und Kosmos – zusammenbringt? Genau diese Frage liegt über der neuen Schau in der Galerie Contemplor, wo ab dem 17. November unterschiedlichste Kreative aus aller Welt ihre Sicht auf das Thema präsentieren. Aigerim Beken, Silvia Bitschnau, Michael Bottig – die Liste ist lang und bunt wie ein Sternennebel, immerhin 25 Namen, jeder mit seinem eigenen künstlerischen Zugang. Mal ein wilder Farbrausch, mal eine fast mathematisch präzise Komposition – die Ausstellung holt das Unbekannte, die Leere, die Unordnung auf den Teppich und lässt sie neben Ordnung und Harmonie stehen. Ein bisschen wie das echte Leben, wenn man drüber nachdenkt. Im Vorwort macht Kurator Hubert Thurnhofer einen gedanklichen Bogen: Vom antiken Griechenland, wo 'Chaos' als gähnende Leere gemeint war, bis hin zu aktuellen Fragen von kosmischer Expansion und Quantensprüngen. Kosmos – das klingt nach Ordnung, nach Weltgeschehen. Aber ist Weltordnung nur eine Illusion? Nun ja, spätestens beim Nachdenken über internationale Konflikte und das tägliche politische Gerangel fühlt man sich wieder mittendrin im kreativen Durcheinander. Ob nun Krieg und Frieden oder Multiversum und Einzelplanet: Die Ausstellung wagt sich an die ganz großen Themen. Ein bisschen Mut braucht’s beim Betrachten – oder, um ehrlich zu sein, auch eine Prise Humor. Denn inmitten aller Spekulationen über Intelligenz im Universum bleibt dem Kurator eine kleine spitze Bemerkung: Auf der Erde, besonders in den politischen Gremien, ist sie oft nicht zu finden. Wer mehr wissen will, findet nicht nur die Werke in der Galerie, sondern auch einen ausführlichen Bericht in der aktuellen VERNISSAGE-Ausgabe. Und sonst? Vielleicht einfach mal vorbeischauen, es gibt wohl selten eine bessere Gelegenheit, sich zwischen Ordnung und Schönheit des Chaos inspirieren zu lassen.

‚Chaos & Kosmos’ bringt vom 17. bis 24. November 2026 in Wien 25 Künstlerinnen und Künstler aus verschiedenen Ländern zusammen, die sich mit den Gegensätzen von Durcheinander und Ordnung auf vielfältige Weise auseinandersetzen. Die von Hubert Thurnhofer kuratierte Ausstellung bietet Besuchenden eine künstlerische Reflexion von kosmischen Theorien, gesellschaftlichem Wandel und Fragen zu Krieg und Frieden. Besonders betont wird der historische und philosophische Gehalt der Begriffe: Von der antiken Leere über die Versuche moderner Wissenschaft, Struktur ins Weltall zu bringen, bis hin zu aktuellen politischen Fragen – alles wird sichtbar, nicht zuletzt mit einem selbstironischen Blick auf das Fehlen von Vernunft in der Weltpolitik. Darüber hinaus unterstreichen aktuelle Kunstberichte, dass Wien sich mit solchen Ausstellungen zunehmend als internationale Plattform für Diskurs und innovative Begegnungen etabliert. Laut der Zeitschrift VERNISSAGE widmet sich zeitgenössische Kunst in Österreich verstärkt gesellschaftsphilosophischen Fragen, wobei gerade Themenausstellungen wie diese oft eine Brücke schlagen zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Die internationale Beteiligung spiegelt den Trend wider, dass Kunstschaffende sich heute global vernetzen, dabei aber regionale Eigenheiten nicht aus dem Blick verlieren. Auch der Standort Wien wird in Feuilletons und Kulturbeiträgen als Symbol für kulturelle Offenheit im Spannungsfeld zwischen Tradition und Zukunft gehandelt.

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