Die Idee einer Annäherung zwischen CDU und AfD stößt auf sehr geteilte Resonanz: Alice Weidel sieht darin einen notwendigen Schritt zu echter Demokratie – für sie ist Austausch, selbst zwischen erklärten Kontrahenten, ein Zeichen von Respekt gegenüber den Wählerinnen und Wählern. Aber Uwe Feiler, CDU-Abgeordneter und Ehrenvorsitzender der MIT Brandenburg, blockt klare ab – es gäbe einen Beschluss, der die Zusammenarbeit strikt ausschließe, daran solle sich nichts ändern. Inhaltliche Gemeinsamkeiten sieht er speziell in Fragen zu Europa, NATO und Russland nicht; in zentralen Punkten sei der Graben zu tief. Dennoch merkt Feiler an, dass gerade auf kommunaler Ebene Definitionsspielraum herrsche. "Wenn die AfD einem CDU-Antrag etwa beim Bau eines Sportplatzes zustimmt, ist das für mich noch kein Schulterschluss", erläutert er – ein Detail, das oft übersehen wird. Aus Sachsen-Anhalt klingt die Haltung unversöhnlicher: MIT-Vorsitzender Harald Kremer sieht keine Chance für eine Zusammenarbeit, selbst wenn einzelne wirtschaftspolitische Punkte ähnlich klingen mögen. Das Wirtschaftsprogramm der AfD sei am Ende nicht im Sinne der Unternehmen – und auch nicht des Landes. Gleichzeitig schimmert bei Kremer die Unzufriedenheit mit der Politik aus Berlin durch – ein Indiz, wie unübersichtlich die Stimmungslage an der Basis inzwischen ist.
In der Debatte um die sogenannte Brandmauer zwischen CDU und AfD kam es jüngst zu einem aufsehenerregenden Vorstoß in Brandenburg: Verschiedene Mitglieder der dortigen MIT hatten gefordert, sich von der harten Abgrenzung zu lösen. Während Alice Weidel offen für neuen Dialog plädiert, hält die CDU-Führunglinie – mit Rückendeckung aus Sachsen-Anhalt – klar dagegen: Die programmatischen Unterschiede und der Parteitagsbeschluss lassen keinen Raum für echte Zusammenarbeit. Mehrere aktuelle Medienberichte zeigen, dass vor allem in Ostdeutschland der Druck auf die CDU wächst – im Hintergrund schwelen Frustration und Unsicherheit, wie sich die Parteien zueinander verhalten sollten. Gleichzeitig nimmt laut https://www.spiegel.de die Diskussion bundesweit Fahrt auf, da bevorstehende Landtagswahlen im Osten die parteipolitische Balance herausfordern.