AfD-Spitzenkandidat Siegmund erteilt CDU in Sachsen-Anhalt Absage
Ulrich Siegmund, der Landesfrontmann der AfD für die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt, schließt eine Koalition mit der CDU kategorisch aus. 'Deutschland kann ich nicht gemeinsam mit den politischen Architekten der letzten Jahrzehnte aus der Misere holen,' sagt er sinngemäß beim AfD-Parteitag in Erfurt gegenüber Phoenix.
04.07.26 14:27 Uhr | 2 mal gelesen
Ulrich Siegmund findet deutliche Worte für die CDU: Sie habe in seinen Augen eine immense Entwicklung nach links durchlaufen – so sehr, dass jegliche Zusammenarbeit für ihn unmöglich ist. 'Von politischen Spielchen oder Koalitionspoker halte ich nichts,' betont er mit Nachdruck. Ihm gehe es um echte Ansätze zur Problemlösung, nicht um Machtarithmetik. Das mit Zahlen zu belegen, fällt Siegmund leicht: Laut Umfragewerten steht die AfD im Land bei über 40 Prozent. "45 plus X ist unser Maßstab – nicht taktisches Lavieren." Im Gegensatz zur Landespolitik sieht er auf Bundesebene allerdings ein anderes Kräfteverhältnis; dort, sagt er, müsse man die weitere Entwicklung abwarten. Spürbar blieb: Vertrauen in die CDU – oder Kompromissbereitschaft – sucht man bei ihm vergebens. Fast wirkt seine Haltung wie ein Trotz, ein schlichtes 'So nicht.'
Ulrich Siegmund, der für die AfD als Spitzenkandidat in Sachsen-Anhalt antritt, zeigt sich gegenüber einer Koalition mit der CDU abgeneigt und verweist auf die aus seiner Sicht problematische Entwicklung der Partei. Seine Motivation ziehe er aus dem hohen Umfragewert der AfD im Land, der ihm Rückenwind für eine eigenständige Politik gibt. Die politische Großwetterlage im Bund bewertet Siegmund hingegen als weniger eindeutig, wobei er offenlässt, ob sich seine Überlegungen für Allianzen zukünftig ändern könnten. Eine neue Umfrage vom 6. Juni 2024 bestätigt die hohen AfD-Werte in Sachsen-Anhalt, während bundesweit die Partei weiter polarisiert und etablierte Parteien die Brandmauer bekräftigen. Im europäischen Kontext bleibt die Frage nach Mehrheiten und Isolation der AfD weiterhin ein dominantes Thema, zumal auch EU-Wahlen bevorstehen und die Debatte um nationalkonservative Bündnisse an Fahrt aufnimmt.