AfD zieht in Umfrage deutlich an Union vorbei

Laut jüngstem Insa-Trend der 'Bild am Sonntag' baut die AfD ihren Vorsprung gegenüber der Union auf beachtliche acht Prozentpunkte aus.

04.07.26 22:00 Uhr | 2 mal gelesen

Das Meinungsforschungsinstitut Insa nimmt regelmäßig das Stimmungsklima der Politiklandschaft auf, ganz frisch wieder für die 'Bild am Sonntag'. Dem neuesten Ergebnis zufolge stabilisiert sich die AfD bei hohen 29 Prozent, während die Union – also CDU und CSU zusammen – an Zustimmung einbüßt und jetzt bei nur noch 21 Prozent steht. Die SPD kann sich minimal auf 13 Prozent steigern, ebenso wie die Grünen, die auf gleichem Niveau auf der Stelle treten. Die Linke kratzt mit 10 Prozent an einem zweistelligen Ergebnis, während das BSW und die FDP auf jeweils 4 Prozent kommen. Sonstige Parteien büßen insgesamt an Zustimmung ein und stehen aktuell bei 6 Prozent. Sehr kontrovers wird weiterhin diskutiert, ob ein Verbot der AfD überhaupt in Frage kommt. Während 40 Prozent der Befragten einem Verbot eher zustimmen, sind 45 Prozent dagegen, der Rest ist unentschlossen oder macht keine Angabe. Was die sogenannte 'Brandmauer' angeht – also den Ausschluss einer möglichen Zusammenarbeit von Union oder SPD mit der AfD – befürworten das 42 Prozent, 39 Prozent finden diese Strategie jedoch falsch. Befragt wurde hierzu eine repräsentative Gruppe von 1.005 Menschen Anfang Juli, während für den übergeordneten Sonntagstrend 1.205 Personen ihre Meinung abgaben. Übrigens, die Frage 'Wie würden Sie wählen, wenn am kommenden Sonntag Bundestagswahl wäre?' entschied immer noch viel über den ausgestrahlten Trend.

Die AfD bleibt im aktuellen Sonntagstrend weiter auf einem Höhenflug und hat ihren Abstand zur Union teils noch ausgebaut. Die Stabilisierung bei fast 30 Prozent zeigt, dass viele Wähler das aktuelle politische Angebot offenbar als wenig attraktiv empfinden. Sowohl das Thema AfD-Verbot als auch die KOOP-Frage zwischen etablierten Parteien und der AfD spaltet weiterhin tief die Gesellschaft. Bemerkenswert ist, dass laut neuesten Recherchen auch andere Institute (z.B. Forsa) steigende Werte für die AfD sehen, allerdings teils mit geringeren Abstand zur Union. Ein wiederkehrendes Muster ist zudem die hohe Volatilität: Wechselwähler scheinen in der gegenwärtigen politischen Situation besonders entscheidend zu sein. In Zusammenhang mit den aktuellen Debatten rund um Rechtsradikalismus, Protestwähler und das Verhältnis zu konservativen Parteien ist zu beobachten, dass mediale und parteiinterne Diskussionen hier noch lange nicht am Ende angelangt sind.

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