Aiwanger positioniert sich an der Seite der Industrie, die vor allem die wirtschaftlichen Folgen der aktuellen EU-Klimapolitik kritisiert. Im Zentrum steht der Vorwurf, die fortwährend steigenden Emissionsabgaben gefährdeten Arbeitsplätze und Wettbewerbsfähigkeit – und damit letztlich die Zukunft des Industrie-Standorts Europa. Im Nachgang wurde bekannt, dass sich in ganz Europa viele Unternehmen zunehmend Sorgen über Standortverlagerungen machen: Laut aktueller Berichte etwa auf ‚Spiegel‘ und ‚Zeit‘ war besonders die energieintensive Industrie 2023 gezwungen, Produktion zu drosseln oder gar Standorte zu schließen. Laut Expertenmeinungen ist eine Anpassung der europäischen Klimapolitik notwendig, um langfristig sowohl Klima- als auch Standortziele in Einklang zu bringen. In Brüssel diskutieren Politiker und Wirtschaftslobby inzwischen notgedrungen über eine Reform des Emissionshandels und über gezieltere Entlastungsmaßnahmen für energieintensive Branchen, was die Diskussion zusätzlich anheizt.