Einmal im Jahr – genauer, Ende Mai 2026 – schaut das Vergleichsportal bonus.ch ganz genau hin: Wie schlagen sich die führenden Schweizer Autoversicherer bei den Prämien, wenn man verschiedene Fahrerprofile nimmt? Dabei stehen Alter, Herkunft und der eigene Wohnort als entscheidende Einflussgrößen im Rampenlicht. Was mir besonders auffiel: Man fühlt sich beinahe, als erhalte man einen Fahrerausweis für einen anderen Kontinent, so drastisch variieren die Beträge.
Das Alter? Ein regelrechter Kostensprung. 18-Jährige zahlen im Schnitt über 150% mehr als die 70-jährigen Routiniers – das macht bis zu CHF 2’500 Unterschied in der Vollkasko. Die Haftpflicht ist zwar günstiger, aber beim Vergleich bleibt die Diskrepanz krass: Manchmal dreimal so teuer, wenn der Versicherte erst frisch am Steuer sitzt.
Das nächste Kriterium: die Staatsangehörigkeit. Eine kosovarische Herkunft – dazu erst 18 – sorgt leicht für CHF 5’000 Mehrbelastung. Extremfall: CHF 7’958 für den jungen Mann aus dem Kosovo, der gleiche Anbieter verlangt vom gleichaltrigen Schweizer lediglich CHF 2’904. Noch absurder wird’s, wenn Alter und Herkunft zusammentreffen: Dann sind es im Grenzbereich lockere 6’600 Franken Aufschlag.
Und der Wohnort? Die PLZ ist oft fast wie ein zweiter Pass. Wer Pech hat und am „falschen“ Ort in der Schweiz wohnt, zahlt über CHF 500 mehr – bei ein und derselben Assekuranz, wohlgemerkt. Regionale Unterschiede machen sich einfach bemerkbar, und das innerhalb einer einzigen Stadt.
Vermischt man all diese angeblichen „Risikofaktoren“, türmen sich die Zahlen: Ein junges kosovarisches Profil in Lugano mit sportlichem Auto zahlt bis zu CHF 8’072 mehr als ein Schweizer Mittdreißiger in Köniz mit gleichem Modell. Absurd? Vielleicht. Aber gelebte Wirklichkeit.
Natürlich, so transparent, wie sich die Versicherer geben wollen: Die Prämien passen sie ohnehin ständig an, angeblich nach Marktlage und Schadenskosten. Ob’s wirklich objektiver und gerechter wird, weiß ich manchmal selbst nicht. Was bleibt: Ohne Nachfrage, Vergleich und einen kritischen Blick zahlt man schnell mehr als nötig. Tools wie das von bonus.ch sind da mehr als nur ein nützliches Spielzeug.
Der Artikel untersucht die erheblichen Schwankungen bei Autoversicherungsprämien in der Schweiz und kommt zum Schluss, dass Fahrer alters-, herkunfts- und wohnortabhängig massiv unterschiedlich zur Kasse gebeten werden. Ein 18-jähriger Fahrer mit kosovarischer Staatsbürgerschaft zahlt zum Teil das Vierfache eines älteren Schweizers, und regionale Unterschiede fallen ebenfalls ins Gewicht, mit Aufschlägen von mehreren Hundert Franken – alles Faktoren, die die Versicherungen mit einem angeblich höheren Risiko rechtfertigen. Recherchierte Zusatzinfos: Nach aktuellen Beiträgen von 'Schweizer Radio und Fernsehen' (SRF) sowie Berichten auf https://www.zeit.de und https://www.spiegel.de bleiben die Prämien für Motorfahrzeugversicherungen ein vieldiskutiertes Thema. Zahlreiche Stimmen kritisieren, dass besonders Neulenker und Migranten wegen pauschaler Risikomodelle oft zu hohe Prämien schultern müssen, selbst wenn sie keinerlei Schadenshistorie besitzen. Neuere gesetzliche Initiativen prüfen aktuell eine stärkere Regulierung und mehr Transparenz bei der Prämiengestaltung, während Verbraucherschutzverbände verstärkt Vergleichsplattformen und genaues Lesen der Bedingungen empfehlen. Digitalisierungsfortschritte bei Versicherern führen zu häufigeren Tarifänderungen und bieten Versicherten neue Sparchancen, erfordern aber auch mehr Eigeninitiative beim Wechsel und bei der Entscheidungsfindung.