Belgien siegt über die USA – Klingbeils Spitzen gegen Trump im WM-Trubel

SPD-Chef und Vizekanzler Lars Klingbeil feiert den belgischen Sieg gegen die USA während der Fußball-WM – und kann sich dabei eine kritische Seitenhieb auf Donald Trump nicht verkneifen. Seiner Meinung nach hat Belgien quasi für das zweifelhafte Eingreifen Trumps bei der FIFA-Skandalentscheidung Revanche genommen.

heute 08:51 Uhr | 2 mal gelesen

Manchmal schreibt der Fußball die kuriosesten Nebengeschichten: Lars Klingbeil, als erklärter Fan, zeigte sich besonders angetan vom belgischen Sieg über die USA – und das nicht nur aus sportlichen Gründen. Fußball ist schließlich immer auch Politik im Trikot: Klingbeil betonte, Belgien habe den Europäern damit „einen echten Gefallen getan“. Mit einem Augenzwinkern verwies er auf die Geschichte rund um einen dubiosen Trump-Anruf bei FIFA-Boss Infantino, woraufhin eine rote Karte gegen einen amerikanischen Spieler wieder kassiert wurde – klingt wie ein Skript aus einer schlechten Polit-Serie, war aber offensichtlich Realität. Klingbeil gönnt übrigens Norwegen grundsätzlich den Sieg, die seien einfach nett und hätten super Fans, doch sein Titelfavorit bleibe nach wie vor Frankreich. Doch, ehrlich gesagt – das Momentum der Belgier, das beeindruckt ihn schon. Übrigens, Anton Hofreiter von den Grünen konnte sich das Lachen kaum verkneifen – für ihn war das Ausscheiden der USA nach dem fragwürdigen FIFA-Deal „die gerechte Quittung“. Auch der Tonfall dabei: weniger diplomatisch, mehr erfrischend direkt. Manchmal braucht selbst der Fußball einen kleinen Skandal, um wieder spannend zu werden.

Im Nachspiel des belgisch-US-amerikanischen WM-Duells lobte SPD-Chef Klingbeil die Leistung der belgischen Mannschaft und verband das Ganze mit einer Spitze gegen Donald Trump. Hintergrund ist ein angeblicher Telefonanruf des damaligen US-Präsidenten Trump an den FIFA-Präsidenten Infantino, nachdem einem US-Spieler eine rote Karte rückgängig gemacht wurde – was auch von Kritikern als unsportliche Einflussnahme bewertet wurde. Sowohl Klingbeil als auch Grünen-Politiker Anton Hofreiter äußerten sich zufrieden über das Ausscheiden der US-Auswahl und stuften den belgischen Sieg quasi als ausgleichende Gerechtigkeit für vorherige Skandale ein. Zuletzt wurde rund um die FIFA-WM auch medial diskutiert, wie politische Machtspiele und sportliche Fairness oft kollidieren („Soft Power“ über den Fußball hinaus), und dieser aktuelle Fall liefert ein weiteres skurriles Beispiel dafür. Noch immer hält sich hartnäckig die Kritik an der internationalen Spitze des Fußballs und ihrem Umgang mit Einflussnahme und Macht – und das ist längst keine rein sportliche Debatte mehr. Aktuelle Artikel aus führenden deutschen Medien greifen diese Diskussion ebenfalls auf und spannen den Bogen vom tatsächlichen Geschehen auf dem Platz bis hin zu den Mechanismen im Hintergrund.

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