Im Nachspiel des belgisch-US-amerikanischen WM-Duells lobte SPD-Chef Klingbeil die Leistung der belgischen Mannschaft und verband das Ganze mit einer Spitze gegen Donald Trump. Hintergrund ist ein angeblicher Telefonanruf des damaligen US-Präsidenten Trump an den FIFA-Präsidenten Infantino, nachdem einem US-Spieler eine rote Karte rückgängig gemacht wurde – was auch von Kritikern als unsportliche Einflussnahme bewertet wurde. Sowohl Klingbeil als auch Grünen-Politiker Anton Hofreiter äußerten sich zufrieden über das Ausscheiden der US-Auswahl und stuften den belgischen Sieg quasi als ausgleichende Gerechtigkeit für vorherige Skandale ein. Zuletzt wurde rund um die FIFA-WM auch medial diskutiert, wie politische Machtspiele und sportliche Fairness oft kollidieren („Soft Power“ über den Fußball hinaus), und dieser aktuelle Fall liefert ein weiteres skurriles Beispiel dafür. Noch immer hält sich hartnäckig die Kritik an der internationalen Spitze des Fußballs und ihrem Umgang mit Einflussnahme und Macht – und das ist längst keine rein sportliche Debatte mehr. Aktuelle Artikel aus führenden deutschen Medien greifen diese Diskussion ebenfalls auf und spannen den Bogen vom tatsächlichen Geschehen auf dem Platz bis hin zu den Mechanismen im Hintergrund.