Die politische Landschaft in Deutschland zeigt sich laut Ipsos-Umfrage aktuell im Umbruch: Die AfD erreicht mit 28 % einen neuen Höchststand und distanziert die konkurrierenden Parteien zunehmend. Insbesondere die Union verliert weiter an Zustimmung, während Linke und SPD sich nun das gleiche Niveau teilen – für die Linke bedeutet das ein Allzeithoch bei Ipsos. Hinter diesen Zahlen stehen vielschichtige Bewegungen: Die AfD profitiert offenbar von Unzufriedenheit mit der Bundesregierung, der Diskurs um Migration und europäische Politik spielt eine Rolle; die etablierten Parteien ringen dagegen um Profil und Glaubwürdigkeit – was in unterschiedlich gewichteten Themen wie Klimapolitik, Bildung und Sicherheit immer wieder sichtbar wird. Zusätzlich lohnt ein Blick auf aktuelle politische Entwicklungen: Die CDU diskutiert über programmatische Konsequenzen, während die Ampel-Parteien ihre Koalition unter wachsenden internen Spannungen fortführen. Zudem erschüttern bundesweit Proteste gegen Rechtsextremismus und Anti-Demokratie-Tendenzen die Gesellschaft, aber auch jüngere Wählergruppen wenden sich neuen Parteien oder Protestbewegungen zu (Stichwort: Politisierung junger Menschen nach tragenden Ereignissen wie Klimaaktionswochen und Anti-AfD-Protesten). Was genau in den kommenden Wochen und Monaten passiert, bleibt ungewiss.