Die aktuellen Zahlen zeichnen ein klares Bild: Deutschlands positiver Handelssaldo mit den USA schrumpft stark – nicht zuletzt wegen rückläufiger Pkw-Exporte und gestiegenen Importen von Mineralölprodukten und Rohstoffen aus den USA. Besonders auffällig ist, dass der Export von traditionellen Verbrennerfahrzeugen, aber auch von E-Autos und Hybriden, zum Teil dramatisch eingebrochen ist. Fachleute diskutieren zudem, welche Rolle konjunkturelle Abkühlung, Wechselkurse oder neue US-Handelspolitik bei dieser Entwicklung spielen – der Trend birgt jedenfalls Zündstoff für weitere Debatten zur wirtschaftlichen Beziehung der beiden Länder. Jüngste Analysen in der Wirtschaftspresse betonen außerdem, dass strukturelle Veränderungen im US-Markt (z. B. „Buy American“-Initiativen) und die zunehmende Konkurrenz durch US- und asiatische E-Auto-Anbieter den deutschen Exporteuren zu schaffen machen. Auch Unsicherheiten rund um die US-Präsidentschaftswahl, die weltweit für Nervosität an den Märkten sorgt, dürften deutschen Firmen nicht helfen. Der deutsche Maschinenbau zeigt sich laut Branchenverbänden weniger optimistisch und fordert politische Unterstützung, um im US-Markt wettbewerbsfähig zu bleiben. Aus neuerlichen Medienberichten geht hervor, dass sich die Handelsdynamik zwischen beiden Ländern weiter verändern könnte, falls die US-Zentralbank an der Zinsschraube dreht und der Dollar sich erneut verteuert.