Die führenden Wirtschaftsinstitute Deutschlands – nämlich RWI, DIW, Ifo, IWH und das Kiel-Institut – haben ihre Wachstumserwartungen für 2024 merklich abgesenkt und rechnen lediglich mit einem Wirtschaftswachstum von 0,6 Prozent; noch im Herbst 2023 prognostizierten sie 1,3 Prozent. Die Hauptgründe für die Abkühlung sind geopolitische Unsicherheiten, insbesondere infolge des Nahostkonflikts, und weiter steigende Energiepreise, die deutsche Unternehmen und Privathaushalte gleichermaßen treffen. Ganz neu sind diese Töne nicht: Auch andere internationale Organisationen wie der IWF und die OECD hatten wegen schleppender Investitionen, Konsumzurückhaltung und teurer Energie ihre Erwartungen zuletzt nach unten korrigiert. Nach Recherchen auf aktuellen Nachrichtenseiten halten sich die negativen Aussichten für den Standort Deutschland: Wirtschaftsverbände und Experten sprechen von Investitionszurückhaltung und wachsender Unsicherheit in Schlüsselbranchen wie Industrie, Automobil und Bau. Die Bundesregierung steht damit wohl weiter unter Druck, um entlastende Maßnahmen und Investitionsanreize auf den Weg zu bringen.
heute 13:28 Uhr